EXP:Lochkamera

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Version vom 25. November 2022, 13:58 Uhr von 11>Cmuehlhuber (Auswertung)


Dieses Experiment soll qualitativ die Zusammenhänge zwischen der Größe der Lochblende und der Schärfe des Bildes bei einer Lochkamera aufzeigen. Darüber hinaus wird dieser Aufbau mit einer einfach zu bauenden Lochkamera und den damit gewonnenen Bildern verglichen.

Didaktischer Rahmen

Fachdidaktische Zielsetzung

Bei diesem Experiment sollen Schülerinnen und Schüler


(10) Die Schülerinnen und Schüler sollen die Bildentstehung bei einer Lochkamera qualitativ berschreiben können.

Nötige Vorkenntnisse

Die Schülerinnen und Schüler sollten grundlegende Phänomene der Lichtausbreitung mithilfe des Lichtstrahlmodells beschreiben können [1].

Mögliche Schülerschwierigkeiten

Schülervorstellungen, die hier relevant werden

Gibt es in der Literatur (z.B. Schecker, Horst; Wilhelm, Thomas; Hopf, Martin; Duit Reinders (Hrsg.) (2018): Schülervorstellungen und Physikunterricht. Berlin: Springer-Verlag GmbH) bereits erforschte Schülervorstellungen, die bei diesem Experiment relevant werden könnten? Beschreibe die Schülervorstellungen mit eigenen Worten und beschreibe warum sie hier relevant sind. GGf. kannst du auch einen Lösungsansatz beschreiben.

Abildungen einer Lochkamera in Abhängigkeit des Blendendurchmessers. Fotografiert und erstellt von Christian Mühlhuber.
Allgemein
Klassenstufe Klasse 7/8
Kategorie Optik
Einordnung in den Bildungsplan von BW 3.2.2 Optik und Akustik, (10)
Klassifikation
Quantitativ/Qualitativ Qualitativ
Demo-/Schülerexperiment Demo- und Schülerexperiment
Unterrichtsphase Einstieg / Erarbeitung
Einzelversuch/Versuchsreihe Versuchsreihe

Versuchsanleitung (Kamera)

Benötigtes Material

  • Spiegelreflexkamera Canon EOS 77D
  • Canon EF-Bajonett auf SM2-Gewinde Adapter
  • 2" und 1" Lens-Tubes
  • 2" auf 1" Lens-Tube-Adapter
  • Lochblenden mit verschiedenen Durchmessern
  • Optische Bank
  • Reiter für die optische Bank
  • Post
  • Gewindeadapter: M6-Gewinde auf 1/4'-Gewinde
  • Dia mit Diahalterung
  • Lampe und Diffusorschirm

Versuchsaufbau (Kamera)

Schritt 1
Bringen Sie die Reiter für die Kamera, die Diahalterung, das Diffusortuch und die Lampe auf der optischen Bank an.
Schritt 2
Montieren Sie die Diahalterung, das Diffusortuch und die Lampe so, dass die Öffnung der Lampe und das Dia auf einer Höhe sind.
Schritt 3
Schrauben Sie den M6-1/4"-Gewindeadapter mit der 1/4-Zoll Seite in das bei der Kamera vorgesehene Gewinde auf der Unterseite. Schrauben Sie zudem auf das herausschauende M6-Gewinde des Gewindeadapters einen Post auf.
Schritt 4
Bringen Sie am Canon EF-Bajonett auf SM2-Gewinde Adapter ein 2-Zoll Lens-Tube an und schrauben am Ende den 2" auf 1" Lens-Tube-Adapter auf.
Schritt 5
Bauen Sie die Lochblenden in 1"-Filterhalterungen ein und schrauben Sie einen Filter in den Lens-Tube-Adapter.
Schritt 6
Stecken Sie das zusammengebaute "Objektiv" auf die Kamera und montieren diese auf dem dafür vorgesehenen Reiter.
Versuchsaufbau für die Verwendung der Canon EOS 77D als Lochkamera.
Versuchsaufbau für die Verwendung der Canon EOS 77D als Lochkamera - Frontalansicht.

Versuchsdurchführung

Für die Aufnahme der Bilder mit der Kamera wurde bei ISO100 eine passende Belichtungszeit t0 von 0,2 s für die erste Blende mit einem Durchmesser d0 von 1 mm gewählt. Die weiteren Belichtungszeiten t1 und t2 wurden berechnet über das Verhältnis der Blendenöffnungen zu den Verschlusszeiten. Die Fläche der Blendenöffnung berechnet sich über

A0=πd024(1).

Bildet man das Verhältnis

A0Ai=t0ti,

so ergibt sich mit Gleichung (1)

d02di2=t0ti,

womit für weitere Belichtungszeiten folgt:

ti=(d0di)2t0(2).

Für die Blende mit einem Durchmesser von 0,5 mm ergibt sich somit eine Belichtungszeit t1 von 0,6 s und für die Blende mit einem Durchmesser von 200 µm folgt ein t2 von 4 s.

Beim Verschieben der Kamera auf der optischen Bank ergeben sich je nach Abstand zum Dia unterschiedliche Bildausschnitt, weshalb der Abstand so gewählt wurde, dass das ganze Dia durch den Live-View-Modus der Kamera zu sehen war. Es ergab sich somit eine Bildweite, die von der Blendenöffnung bis zur Sensormarkierung an der Kamera gemessen wurde, von 127 mm und eine Gegenstandsweite von 195 mm.

Auswertung

Im Nebenstehenden Bild ist zu sehen, dass die Schärfe des Bildes mit abnehmender Blendenöffnung zunimmt.

it|ψ(t)=H^|ψ(t).


Abildungen einer Lochkamera in Abhängigkeit des Blendendurchmessers. Fotografiert und erstellt von Christian Mühlhuber.

Fehlerabschätzung

Mögliche Probleme und ihre Lösungen

Treten beim Experiment häufiger Fehler auf? Bitte beschreibe sie hier.

Sicherheitshinweise

Bei diesem Experiment besteht Gefahr durch herunterfallende Experimentiermittel. Achten sie daher auf eine sichere Befestigung aller Bauteile auf der optischen Bank.

Versuchsanleitung

Benötigtes Material

Versuchsaufbau

Auswertung

In den nachfolgenden Abbildungen ist eine Aufnahmereihe zu sehen, die mit aus einer Lochkamera abfotografiert wurde bei unterschiedlich weiten Blenden-Schirm-Abständen.

Fotos

Am Ende des Dokuments kommt eine Galerie aller Bilder, die zu diesem Experiment unter dem Namensraum "Datei:" bereits vorhanden sind. Im Allgemeinen lohnt es sich häufig auch, bereits bestehende Texte und deren Syntax zu betrachten:
<div class="row"> <div class="large-4 large-centered columns"> <ul class="example-orbit" data-orbit> <li> [[Datei:Bild.png|slide 1]] <div class="orbit-caption"> Bildbeschreibung </div> </li> </ul> </div> </div>


  • slide 1
        Abbildungen an einer Lochkamera.
    
  • slide 2
         Versuchsaufbau seitlich
    
  • slide 3
         Versuchsaufbau frontal.
    

Literatur

  1. Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, und Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung, [Hrsg.]. Bildungsplan des Gymnasiums Physik. Villingen-Schwenningen : Neckar-Verlag GmbH, 2022.
88x31.png Universität Stuttgart, 5. Physikalisches Institut, AG Physik und ihre Didaktik, lizenziert unter CC BY-NC-SA 4.0