EXP:Hallwachs-Effekt
Der Hallwachs-Effekt gilt als eines der grundlegenden Experimente der Quantenphysik und wurde 1888 erstmals von Wilhelm Hallwachs publiziert [1]. Es handelt sich hierbei um ein qualitatives Experiment, in welchem demonstriert wird, dass bei der Bestrahlung einer metallischen Platte Elektronen aus dieser gelöst werden können. Dies ist allgemeiner bekannt unter dem Begriff "Photoeffekt".
Theoretische Zusammenfassung
Um Elektronen aus einem Metall oder Halbleiter zu lösen, muss zunächst die sogenannte Ausrittsarbeit der Elektronen im Festkörper überwunden werden. Dies lässt sich durch die Bestrahlung des Materials mit Licht geeigneter Wellenlänge erreichen. Das Material Zink besitzt beispielsweise eine Austrittsarbeit von . Um die Elektronen aus der Zinkplatte zu lösen, muss die Platte also mit Licht der Wellenlänge
bestrahlt werden. Licht dieser Wellenlängen befindet sich im UV-Bereich und nicht im Bereich des sichtbaren Lichts. Daher ist es für diesen Versuch essentiell, eine Lampe zu verwenden, welche Licht mit Wellenlängen aus dem unteren UV-Bereich abstrahlt.
Didaktischer Rahmen
Fachdidaktische Zielsetzung
Im Rahmen dieses Experiments sollte den SuS näher gebracht werden, dass sich Elektronen aus Festkörpern durch Bestrahlung mit Licht geeigneter Wellenlängen herauslösen lassen. Dabei sollte Wert darauf gelegt werden, den SuS zu vermitteln, dass die Fähigkeit des Herauslösens nicht wie eigentlich erwartet von der Intensität des bestrahlenden Lichts, sondern von der Wellenlänge abhängt.
Nötige Vorkenntnisse
Da das Experiment am Anfang des Kapitels Quantenphysik durchgeführt wird, werden keine quantenphysikalischen Vorkenntnisse erwartet. Allerdings müssen Begriffe, wie Wellenlänge, Energie und elektrostatische Aufladung bekannt sein. Außerdem sollte den SuS die Funktionsweise eines Elektroskops klar sein.
Mögliche Schülerschwierigkeiten
Wird das Experiment als Demonstrationsexperiment durchgeführt, sollte darauf geachtet werden, dass die Zeiger des Elektroskops auch von weiter hinten sichtbar sind. Im Notfall ließe sich das Elektroskop mithilfe einer Dokumentenkamera filmen und per Beamer an die Wand projizieren.
Schülervorstellungen, die hier relevant werden
Gibt es in der Literatur (z.B. Schecker, Horst; Wilhelm, Thomas; Hopf, Martin; Duit Reinders (Hrsg.) (2018): Schülervorstellungen und Physikunterricht. Berlin: Springer-Verlag GmbH) bereits erforschte Schülervorstellungen, die bei diesem Experiment relevant werden könnten? Beschreibe die Schülervorstellungen mit eigenen Worten und beschreibe warum sie hier relevant sind. GGf. kannst du auch einen Lösungsansatz beschreiben.
| Klassenstufe | Klasse 12 |
|---|---|
| Kategorie | Quantenphysik |
| Einordnung in den Bildungsplan von BW | Quantenphysik und Materie 3.6.6 (1) |
| Quantitativ/Qualitativ | Qualitativ |
|---|---|
| Demo-/Schülerexperiment | Beides möglich |
| Unterrichtsphase | Erarbeitungsphase |
| Einzelversuch/Versuchsreihe | Versuchsreihe (positive und negative Beladung der Zinkplatte) |
Versuchsanleitung
Benötigtes Material
Als Liste einfügen mit den Links zur Hardware, wenn sie sich schon im Wiki befindet. Beispiel:
- UV-Lampe mit Lampenfassung
- Kreuzmuffe
- Stativstange, 50 cm
- 2 Stativfüße
- Stativklemme
- Zinkplatte
- Elektroskop
- Bananenkabel, 2 mm
- Krokodilklemme, 4 mm
- Plastikstab
- Hasenfell
- Plexiglasstab
- Polyerstertuch
- Glimmlampe
Versuchsaufbau
- Schritt 1
- Die Stativstange wird an einem der beiden Stativfüße befestigt und die Kreuzmuffe wird am oberen Ende der Stange befestigt. Die UV-Lampe wird in ihre Fassung geschraubt und mithilfe der Kreuzmuffe am Stativ befestigt. Für eine detailliertere Darstellung des Aufbaus der UV-Lampe vergleiche die nebenstehende Abbildung rechts oben.
- Schritt 2
- Nun wird Stativklemme in einen weiteren Stativfuß geschraubt und die Zinkplatte in die Stativklemme eingeklemmt, wie in der Abbildung rechts unten zu sehen. Gegebenenfalls muss die von der UV-Lampe bestrahlte Seite der Zinkplatte vor Versuchsbeginn mithilfe eines Schleifpapiers abgeschliffen werden, um die Oxidationsschicht zu entfernen. Man positioniere die Zinkplatte so, dass sie von der UV-Lampe gut bestrahlt wird.
- Schritt 3
- Zuletzt werden mithilfe der Krokodilklemme und dem Bananenkabel die Zinkplatte und das Elektroskop elektrisch miteinander verbunden.
Versuchsdurchführung
Zu Beginn wird die UV-Lampe in Betrieb genommen und von der Zinkplatte weggedreht. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass den Schüler*innen nicht in die Augen geleuchtet wird, da die Lampe äußerst hell ist. Im ersten Teil des Versuchs wird die Zinkplatte mit negativen Ladungsträgern beladen. Die hierfür notwendigen negativen Ladungsträger lassen sich durch Reibung des Plastikstabes an Hasenfell erzeugen und das Abstreifen der Ladungsträger am Plastikstab auf die Zinkplatte lässt diese elektrisch negativ aufladen. Dies äußert sich dadurch, dass das Elektroskop ausschlägt. Danach wird die UV-Lampe in Richtung der Zinkplatte gedreht, sodass diese bestrahlt wird. Daraufhin sollte sich der Zeiger des Elektroskops nach unten bewegen. Im Anschluss wird die UV-Lampe erneut von der Zinnplatte weggedreht und die Platte wird mit positiven Ladungsträgern beladen. Hierfür werden der Plexiglasstab und das Polyestertuch eingesetzt, da durch Reibung der Materialien aneinander eine Ladungstrennung entsteht, wodurch am Plexiglasstab ein Überschuss an positiven Ladungsträgern herrscht. Durch Abstreifen der positiven Ladungsträger des Plexiglasstabs an der Zinkplatte wird diese positiv aufgeladen und das Elektroskop schlägt erneut aus. Im Anschluss wird die UV-Lampe auf die Zinkplatte gerichtet und es lässt sich beobachten, dass sich hier die Zeiger nicht merklich bewegen.
Auswertung
Hier sollen Diagramme, Werte und eine Fehlerabschätzung zum Experiment hin. Gegebenenfalls können hier auch Gleichungen eingebunden werden. Mathematische Ausdrücke werden durch den <math>-Tag initiiert:
Beim Vergleich mit Literaturwerten oder ähnlichem sollte durch die Referenzumgebung <ref> auf geeignete Quellen verwiesen werden, diese erscheinen dann auch automatisch am Seitenende.[2]
Fehlerabschätzung
Mögliche Probleme und ihre Lösungen
Treten beim Experiment häufiger Fehler auf? Bitte beschreibe sie hier.
Sicherheitshinweise
Hier nötige Sicherheitshinweise notieren. Ggf. Betriebsanweisung verlinken.
Fotos
Am Ende des Dokuments kommt eine Galerie aller Bilder, die zu diesem Experiment unter dem Namensraum "Datei:" bereits vorhanden sind. Im Allgemeinen lohnt es sich häufig auch, bereits bestehende Texte und deren Syntax zu betrachten:
<div class="row">
<div class="large-4 large-centered columns">
<ul class="example-orbit" data-orbit>
<li>
[[Datei:Bild.png|slide 1]]
<div class="orbit-caption">
Bildbeschreibung
</div>
</li>
</ul>
</div>
</div>
Literatur
- ↑ Wilhelm Hallwachs, Ueber die Electrisirung von Metallplatten durch Bestrahlung mit electrischem Licht. In: Annalen der Physik, Bd. 34, 1888, S. 731-734.
- ↑ Website Abteilung Physik und ihre Didaktik Abgerufen am 31.08.2021
Universität Stuttgart, 5. Physikalisches Institut, AG Physik und ihre Didaktik, lizenziert unter CC BY-NC-SA 4.0




