EXP:Satellitenbahnen bestimmen
Projekt: Satellitenbahnen bestimmen
In diesem Projekt wurde mit einfachen Mitteln (CCD-Kamera) ein Experiment entwickelt, um die Flughöhe und Geschwindigkeit eines Satelliten zu bestimmen. Über die Belichtungszeit entsteht eine Lichtspur, die im Zusammenhang mit dem beobachteten Himmelsausschnitt die Winkelgeschwindigkeit ergibt. Über die Gravitationskraft und die Zentripetalkraft kann die Flughöhe bestimmt werden.
Theoretische Zusammenfassung
Die Winkelgeschwindigkeit kann über den überstrichenen Winkel des Satelliten und die eingestellte Belichtungszeit der Kamera berechnet werden. Es gilt:
Ggf. muss der Winkel noch in rad umgerechnet werden. Die Flughöhe des Satelliten kann über das bestehende Kräftegleichgewicht zwischen Zentripetalkraft und Gravitationskraft berechnet werden. Dabei ist die Gravitationskonstante, die Masse der Erde kg und die Masse des Statelliten. Die Bahngeschwindigkeit wird mit bezeichnet. Für die Bahngeschwindigkeit des Satelliten gilt:
Das Kräftegleichgewicht lässt sich zu umformen, wobei sich r aus der Höhe des Satelliten und dem Erdradius zusammensetzt.
Didaktischer Rahmen
Fachdidaktische Zielsetzung
Den Schüler*innen soll die Wechselwirkung zwischen Gravitations- und Zentripetalkraft verständlich gemacht werden. So sollen ihre Fähigkeiten und ihr Verständnis für verschiedene Bezugssysteme erweitern. Zusätzlich kann das Interesse der Schüler*innen durch das Phänomen des Nachthimmels erhöht werden.
Nötige Vorkenntnisse
Den Schüler*innen sollte die Gravitations- sowie die Zentrifugalkraft und deren Zusammenspiel bekannt sein.
Mögliche Schülerschwierigkeiten
Die Schüler*innen könnten Schwierigkeiten haben die rotierenden Bezugssysteme Erde und Satellit zu unterscheiden und ihre eigene Position als Beobachter darin.
Schülervorstellungen, die hier relevant werden
"Im Weltall gibt es keine Schwerkraft." "Die Schwerkraft hebt sich beim Verlassen der Erde auf." Diese Schülervorstellungen kommen vermehrt durch Filme zustande, in denen Astronaut*innen in der Schwerelosigkeit arbeiten. Speziell bei Kreisbewegungen kommt häufig das Präkonzept, dass sich die Bewegungsform dem bewegten Objekt einprägt, vor.
| Klassenstufe | Klasse 9/10 bzw. vierstündiger Kurs (Vertiefungsbereich) |
|---|---|
| Kategorie | Astronomie |
| Einordnung in den Bildungsplan von BW | 3.3.5 (S.25-26) bzw. 3.6.7 (S.41) |
| Quantitativ/Qualitativ | Qualitativ |
|---|---|
| Demo-/Schülerexperiment | Demo- und Schülerexperiment |
| Unterrichtsphase | Erarbeitungsphase |
| Einzelversuch/Versuchsreihe | Einzelversuch |
Versuchsanleitung
Benötigtes Material
- ZWO ASI187MC
- Stativ
- USB-Kabel A-B
- Laptop
- ggf. Gimp
- Pythonskript
Versuchsaufbau
Es ist sinnvoll den Versuch nur bei wolkenlosem Himmel aufzubauen. Zudem sollte ein Zeitabschnitt von ca. 40 Minuten nach Sonnenuntergang gewählt werden, da hier die Satelliten noch von den Sonne bestrahlt werden.
- Schritt 1
- Es wird ein Beobachtungsort gewählt, an dem wenig Lichtverschmutzung herrscht und der Weitwinkel nicht durch Gebäude, Bäume ect. versperrt wird.
- Schritt 2
- Auf dem verwendeten Laptop ist vorher die benötigte Software (https://www.zwoastro.com/products/asistudio) zum Auslesen der Kamera zu installieren. Die Kamera wird mit dem Laptop verbunden und auf einem Staiv gen Himmel platziert.
- Schritt 3
- Zur Identifizierung der einzelnen passierenden Satelliten ist es sinnvoll eine App zu verwenden. So kann auch erkannt werden, wann der jeweilige Satellit am Himmel erscheint. Es hat sich die App "Heavens above" als geeignet erwiesen.
Versuchsdurchführung
Auswertung
Hier sollen Diagramme, Werte und eine Fehlerabschätzung zum Experiment hin. Gegebenenfalls können hier auch Gleichungen eingebunden werden. Mathematische Ausdrücke werden durch den <math>-Tag initiiert:
Beim Vergleich mit Literaturwerten oder ähnlichem sollte durch die Referenzumgebung <ref> auf geeignete Quellen verwiesen werden, diese erscheinen dann auch automatisch am Seitenende.[1]
Fehlerabschätzung
Mögliche Probleme und ihre Lösungen
Treten beim Experiment häufiger Fehler auf? Bitte beschreibe sie hier.
Sicherheitshinweise
Hier nötige Sicherheitshinweise notieren. Ggf. Betriebsanweisung verlinken.
Fotos
Am Ende des Dokuments kommt eine Galerie aller Bilder, die zu diesem Experiment unter dem Namensraum "Datei:" bereits vorhanden sind. Im Allgemeinen lohnt es sich häufig auch, bereits bestehende Texte und deren Syntax zu betrachten:
<div class="row">
<div class="large-4 large-centered columns">
<ul class="example-orbit" data-orbit>
<li>
[[Datei:Bild.png|slide 1]]
<div class="orbit-caption">
Bildbeschreibung
</div>
</li>
</ul>
</div>
</div>
Literatur
- ↑ Website Abteilung Physik und ihre Didaktik Abgerufen am 31.08.2021
Universität Stuttgart, 5. Physikalisches Institut, AG Physik und ihre Didaktik, lizenziert unter CC BY-NC-SA 4.0

