EXP:Elektronenbeugung: Unterschied zwischen den Versionen

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== Auswertung ==
== Auswertung ==
In der Auswertung wurde die de Broglie Wellenlänge für die verschiedenen Spannungen über der Wellenlänge aufgetragen, welche aus dem Durchmesser der beiden Interferenzringe erster Ordnung bestimmt wurde. Es gibt für jede Beugungsordnung zwei Interferenzringe unterschiedlichen Durchmessers, da Graphit zwei verschiedene Gitterkonstanten hat ( d<sub>1</sub> = 123 pm und d<sub>2</sub> = 213 pm). Der innere Interferenzring gehört zur Gitterkonstante d<sub>2</sub>.
In der Auswertung wurde die de Broglie Wellenlänge für die verschiedenen Spannungen über der Wellenlänge aufgetragen, welche aus dem Durchmesser der beiden Interferenzringe erster Ordnung bestimmt wurde. Es gibt für jede Beugungsordnung zwei Interferenzringe unterschiedlichen Durchmessers, da Graphit zwei verschiedene Gitterkonstanten hat ( d<sub>1</sub> = 123 pm und d<sub>2</sub> = 213 pm). Der innere Interferenzring gehört zur Gitterkonstante d<sub>2</sub>.
Zur Berechnung der de Broglie Wellenlänge wird folgende Formel verwendet
λ<sub>de Broglie</sub> = h / (2*m*e*U<sub>B</sub>)<sup>1/2</sup>,
mit der Elektronenmasse m, der Elektronenladung e, dem Planckschen Wirkungsquantum h und der Beschleunigungsspannung U<sub>B</sub>.
Zur Berechnung der Wellenlänge aus dem Interferenzmuster wird folgende Formel verwendet
λ<sub>1,2</sub> = 2*d<sub>1,2</sub>*sin(υ<sub>1,2</sub>),
mit dem Netzebenenabstand d<sub>1</sub> bzw. d<sub>2</sub> und dem Beugungswinkel υ<sub>1</sub> bzw. υ<sub>2</sub>.
Der Beugungswinkel wird mit folgender Formel bestimmt
υ<sub>1,2</sub> = arctan(D<sub>1,2</sub>/2*L)/2,
mit dem Abstand zwischen Graphit und Schirm L = 130 mm.


Es wird deutlich, dass die Abweichungen bei der Messung des Durchmessers des inneren Interferenzrings geringer sind, als die Abweichungen bei der Messung des Durchmessers des äußeren Interferenzrings. Das liegt daran, dass der innere Interferenzring deutlicher zu sehen war. Auch für den Fehler der angelegten Beschleunigungsspannung wurde der Fehler in die Diagramme eingetragen. Außerdem konnte man sehen, dass mit abnehmender Beschleunigungsspannung der Radius der Interferenzringe gewachsen ist. Ab einer Beschleunigungsspannung von ca. 3 kV waren die Interferenzringe zu schwach, um deren Durchmesser noch messen zu können.  
Es wird deutlich, dass die Abweichungen bei der Messung des Durchmessers des inneren Interferenzrings geringer sind, als die Abweichungen bei der Messung des Durchmessers des äußeren Interferenzrings. Das liegt daran, dass der innere Interferenzring deutlicher zu sehen war. Auch für den Fehler der angelegten Beschleunigungsspannung wurde der Fehler in die Diagramme eingetragen. Außerdem konnte man sehen, dass mit abnehmender Beschleunigungsspannung der Radius der Interferenzringe gewachsen ist. Ab einer Beschleunigungsspannung von ca. 3 kV waren die Interferenzringe zu schwach, um deren Durchmesser noch messen zu können.  

Version vom 24. Juni 2021, 12:25 Uhr

[[Kategorie:Materie]

Bei diesem Experiment geht es um den Nachweis des Wellencharakters von Elektronen. Dazu wird ein Elektronenstrahl an Graphit gebeugt und aus dem Interferenzmuster die Wellenlänge bestimmt. Diese Wellenlänge wird dann mit der theoretisch berechneten de Broglie Wellenlänge verglichen.


Beschreibung

Benötigtes Material

  • Hochspannungsnetzgerät 1 (bis 5kV DC) für die Beschleunigungsspannung
  • Netzgerät 2 (bis 10V AC) für die Heizspannung
  • ca. 11 Kabel
  • Elektronenröhre
  • 2 Multimeter
  • Spannungsteiler
  • digitale Schieblehre

Versuchsaufbau

Schritt 1: Zuerst wird die Elektronenröhre mit dem Netzgerät 2 verbunden. Dazu verwendet man die beiden Buchsen F3 und F4 der Elektronenröhre. Falls das Netzgerät eine digitale Anzeige für die Höhe der ausgegebenen Spannung hat, kann man ein Multimeter parallel zur Elektronenröhre anschließen.

Schritt 2: Dann wird die Elektronenröhre mit dem Netzgerät 1 verbunden. Für den Minus-Pol nutzt man die Buchs C5 und für den Plus-Pol die Buchse G7. Zusätzlich wird der Plus-Pol des Netzgeräts mit der Erde verbunden. Auch hier eignet sich ein Multimeter zur Anzeige der Spannung. Da das hier verwendete Multimeter nur bis zu einer Spannung von maximal 1 kV verwendet werden kann, wurde noch ein Spannungsteiler eingebaut. Durch diesen wurde die Spannung des Netzgeräts auf ein Tausendstel heruntergeregelt.

Schritt 3: Nachdem alle Geräte mit der Elektronenröhre verbunden wurden und der Aufbau kontrolliert wurde, können die beiden Netzgeräte eingeschaltet werden. Für die Heizspannung benötigt man einen Wert von ca. 6,3 V. Für die Beschleunigungsspannung benötigt man einen Wert von ca. 5 kV. Auf dem Schirm der Elektronenröhre sind jetzt die Interferenzringe zu sehen. Mit der digitalen Schieblehre kann der Durchmesser de beiden Interferenzringe erster Ordnung gemessen werden. Anschließend reduziert man die Beschleunigungsspannung immer um 500 V und misst bei jedem Schritt die beiden Durchmesser der Interferenzringe erster Ordnung erneut.

Auswertung

In der Auswertung wurde die de Broglie Wellenlänge für die verschiedenen Spannungen über der Wellenlänge aufgetragen, welche aus dem Durchmesser der beiden Interferenzringe erster Ordnung bestimmt wurde. Es gibt für jede Beugungsordnung zwei Interferenzringe unterschiedlichen Durchmessers, da Graphit zwei verschiedene Gitterkonstanten hat ( d1 = 123 pm und d2 = 213 pm). Der innere Interferenzring gehört zur Gitterkonstante d2.

Zur Berechnung der de Broglie Wellenlänge wird folgende Formel verwendet

λde Broglie = h / (2*m*e*UB)1/2,

mit der Elektronenmasse m, der Elektronenladung e, dem Planckschen Wirkungsquantum h und der Beschleunigungsspannung UB.

Zur Berechnung der Wellenlänge aus dem Interferenzmuster wird folgende Formel verwendet

λ1,2 = 2*d1,2*sin(υ1,2),

mit dem Netzebenenabstand d1 bzw. d2 und dem Beugungswinkel υ1 bzw. υ2.

Der Beugungswinkel wird mit folgender Formel bestimmt

υ1,2 = arctan(D1,2/2*L)/2,

mit dem Abstand zwischen Graphit und Schirm L = 130 mm.

Es wird deutlich, dass die Abweichungen bei der Messung des Durchmessers des inneren Interferenzrings geringer sind, als die Abweichungen bei der Messung des Durchmessers des äußeren Interferenzrings. Das liegt daran, dass der innere Interferenzring deutlicher zu sehen war. Auch für den Fehler der angelegten Beschleunigungsspannung wurde der Fehler in die Diagramme eingetragen. Außerdem konnte man sehen, dass mit abnehmender Beschleunigungsspannung der Radius der Interferenzringe gewachsen ist. Ab einer Beschleunigungsspannung von ca. 3 kV waren die Interferenzringe zu schwach, um deren Durchmesser noch messen zu können.

Fotos

Am Ende des Dokuments kommt eine Galerie aller Bilder, die zu diesem Experiment unter dem Namensraum "Datei:" bereits vorhanden sind.
<div class="row"> <div class="large-8 large-centered columns"> <ul class="example-orbit" data-orbit> <li class="active"> [[Datei:Bild.png|slide 1]] <div class="orbit-caption"> Bildbeschreibung </div> </li> </ul> </div> </div>

Literatur

Anleitung zur Eektronenbeugung mit der Elektronenröhre https://www.3bscientific.de/product-manual/UE5010500-230_DE.pdf

88x31.png Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.