PL:Einführung in den Lagrange-Formalismus: Unterschied zwischen den Versionen

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Auf dieser Seite finden sich Informationen für die Betreuenden der Lerneinheit "Einführung in den Lagrange-Formalismus". Für diese Lerneinheit wurde ein <b>[https://didaktik.pi5.physik.uni-stuttgart.de/moodle/course/view.php?id=63 Moodle-Kurs]</b> erstellt.
Auf dieser Seite finden sich Informationen für die Betreuenden der Lerneinheit "Einführung in den Lagrange-Formalismus", die für SuS des Leistungskurses Physik ab Ende der 11. Klasse entwickelt wurde. Für diese Lerneinheit wurde ein [https://didaktik.pi5.physik.uni-stuttgart.de/moodle/course/view.php?id=63 Moodle-Kurs] erstellt.
 


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[[Datei:PL LagrangeTitelbild.png||1499px|thumb|center]]
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{| class="wikitable" style="margin: auto; width: 100%;"|
|+ Allgemein
|-
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| Klasse 11/12 (Leistungskurs)
|-
! style="width: 50%"|Kategorie
| Mechanik
|-
|}
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__INHALTSVERZEICHNIS__
__INHALTSVERZEICHNIS__
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= Hintergrundinformationen zur Lerneinheit =
= Hintergrundinformationen zur Lerneinheit =


Welche physikalische Theorie steckt hinter dem Versuch. Gerne so genau wie möglich und so ausführlich wie nötig.
== Grundsätzliches==
Der Lagrange-Formalismus bildet in der Regel keinen Bestandteil des Physikunterrichts und bleibt dem tertiären Bildungsbereich vorbehalten. An ihm kann aber exemplarisch ein Bild von der Rolle und Tiefe mathematischer Beschreibungen in der theoretischen Physik gezeichnet werden, welches im regulären Physikunterricht nur eingeschränkt zum Tragen kommt. Neben inhaltsbezogenen Kompetenzen im Bereich der Mechanik erwerben die SuS dabei prozessbezogene Kompetenzen aus den Bereichen Mathematisierung, Modellierung und Kommunikation. Zusammen mit der zielgerichteten Einbindung von Experimenten können die SuS insgesamt einen Einblick in die Denk- und Arbeitsweisen der Physik erhalten, der sie bei der Berufs- und Studienorientierung unterstützt.
 
Eine besondere Herausforderung für die SuS bei dieser Lerneinheit besteht in den fortgeschrittenen mathematischen Beschreibungen, die zum Einsatz kommen. Mathematische Konzepte müssen dabei nicht nur auf einer abstrakten Ebene verstanden werden, sondern auch auf einen physikalischen Kontext bezogen werden. Außerdem bringen die SuS bereits Vorwissen und Vorstellungen zur Mechanik mit. Hierbei besteht eine besondere Herausforderung darin, dass den SuS verständlich wird, warum mit dem Lagrange-Formalismus eine zu den Newtonschen Axiomen alternative Beschreibung eingeführt werden soll.
 
Inhaltlich wird in der Lerneinheit der Lagrange-Formalismus zweiter Art behandelt. Der Fokus wird dabei auf die Behandelbarkeit von Zwangsbedingungen sowie die Verwendbarkeit von verallgemeinerten Koordinaten gelegt. Zwangsbedingungen werden zur Behandlung verschiedener realtitätsnaher Problemstellungen aus der Mechanik benötigt. Die Verwendung von verallgemeinerten Koordinaten, die auf das vorliegende System angepasst sind, kann dessen mathematische Behandlung signifikant vereinfachen.


An dieser Stelle soll angemerkt werden, dass der Lagrange-Formalismus weitere interessante Aspekte bietet, die in dieser Lerneinheit nicht behandelt werden. Beispielsweise können im Lagrange-Formalismus Einblicke in den Zusammenhang zwischen Symmetrien und Erhaltungsgrößen erhalten werden, der sich beispielsweise am Auftreten zyklischer Variablen zeigt. Zudem bildet das Hamiltonsche Prinzip (Prinzip der stationären Wirkung) einen Anknüpfungspunkt zu anderen physikalischen Theorien.


==Schülerperspektive==
Das Vorwissen der SuS ist eine wesentliche Voraussetzung beim Erwerb von neuem Wissen im Rahmen der Lerneinheit. daher lohnt es sich für die Unterstützung der SuS, dieses Vorwissen genau zu kennen.
Im Bereich der Mechanik lernen die SuS im Laufe ihrer Schulzeit zunächst kinematische Größen wie die Geschwindigkeit kennen, die allerdings als Differenzenquotienten statt Ableitungen eingeführt werden. Außerdem lernen die SuS die Newtonschen Axiome kennen. Dies geschieht zunächst quantitativ, indem Kräfte als Ursache der Änderung von Bewegungszuständen thematisiert werden. Außerdem werden Idealisierungen bei der Beschreibung von Bewegungen behandelt. Im Leistungsfach werden mechanische Schwingungen betrachtet. Dafür werden Größen wie Amplitude und Periodendauer eingeführt. Schließlich werden die Schwingungen mit Differentialgleichungen modelliert, die mit Ansätzen gelöst werden.




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= Vorbereitung der Lerneinheit =
= Vorbereitung der Lerneinheit =


Um die Schülerinnen und Schüler bei Fragen und Schwierigkeiten  
Um die Schülerinnen und Schüler bei Fragen und Schwierigkeiten unterstützen zu können, sollten Betreuende den Moodle-Kurs im Rahmen der Vorbereitung auf die Lerneinheit einmal selbst bearbeitet haben. Außerdem sollten sie eine Vorlesung in der theoretischen Physik besucht haben, in der der Lagrange-Formalismus behandelt wird.


== Material ==
== Material ==
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[[Datei:PL Lagrange Spiralfeder.png|300px|thumb|right||Spiralfedern, die für das Federpendel verwendet werden können]]
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Für jede Zweiergruppe müssen folgende Materialien bereitgestellt werden:
Für jede Zweiergruppe müssen folgende Materialien bereitgestellt werden:
* Schülerlabor-Laptop (die Software <b> [https://did-apps.physik.uni-wuerzburg.de/Did-Apps-Site/fluxion_info/ Fluxion] </b> muss installiert werden, falls nicht bereits vorhanden)
* Schülerlabor-Laptop (die Software [https://did-apps.physik.uni-wuerzburg.de/Did-Apps-Site/fluxion_info/ Fluxion] muss installiert werden, falls nicht bereits vorhanden)
* Taschenrechner
* Taschenrechner
* Lange Stativstange (mind. <math>150\,\mathrm{cm}</math>)
* Lange Stativstange (mind. <math>150\,\mathrm{cm}</math>)
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* Stoppuhr
* Stoppuhr


Weiterhin ist es sinnvoll, pro Gruppe mindestens eine Tafel, ein Smartboard oder ein Whiteboard zu Verfügung zu haben, an denen die SuS oder Betreuenden ihre Gedankengänge gut sichtbar festhalten können.








Weiterhin ist es sinnvoll, pro Gruppe mindestens eine Tafel, ein Smartboard oder ein Whiteboard zu Verfügung zu haben, an denen die SuS oder Betreuenden ihre Gedankengänge gut sichtbar festhalten können. Vor Beginn der Lerneinheit sollten alle Laptops in Moodle eingeloggt werden und der Kurs geöffnet werden.




= Didaktischer Rahmen =
= Hinweise zur Durchführung =
Zu Beginn der Lerneinheit sollten die SuS begrüßt werden- Dabei sollten folgende Punkte angesprochen werden:
* Beim Umgang mit den Massestücken ist Vorsicht geboten. Diese können durch Herunterfallen Schäden an Personen und Gegenständen verursachen. Daher sollten keine Massen von über <math>1\,\mathrm{g}</math> verwendet werden.
* Die im Moodle-Kurs gestellten Aufgaben sind, zumindest stichpunktartig, schriftlich zu beantworten. Bevor ihr Fragen im Moodle-Kurs beantwortet, solltet ihr ordentlich darüber nachgedacht haben - geraten wird nur im Notfall!
* Solltet ihr mit einer Antwort falsch liegen oder habt ihr raten müssen - überlegt euch, warum eure ursprüngliche Antwort falsch war und warum die korrekte Antwort richtig ist. Holt euch dabei gerne Hilfe von einer Betreuerin oder einem Betreuer!
* Allgemein gilt: Solltet ihr irgendwo Schwierigkeiten haben, Rückfragen haben oder zum Beispiel einen Fehler entdecken: Meldet euch gerne bei den Betreuern! In diesem Kurs kommen fortgeschrittene mathematische Konzepte zum Einsatz. Diese lassen sich oft besonders dann gut verstehen, wenn man sie von jemand anderem erklärt bekommt. Auch deshalb gilt: Zögert nicht, euch an die Betreuenden zu wenden.


== Fachdidaktische Zielsetzung ==


Auf welche prozessbezogene Kompetenz soll hier Wert gelegt werden? Beschreibe hier genauer was die SuS mit diesem Experiment lernen sollen.


== Nötige Vorkenntnisse ==


Beschreibe hier genauer welche Vorkenntnisse ein*e SuS benötigt um das Experiment verstehen zu können. Dabei müssen auch die nötigen Vorkenntnisse aus anderen Fächern beachtet werden.
= Fotos =
 
== Mögliche Schülerschwierigkeiten ==
 
Beschreibe hier welche Schwierigkeiten die SuS beim Beobachten des Demonstrationsexperiments bzw. beim eigenständigen Durchführen des Experiments haben könnten. GGf. kannst du hier auch Lösungsansätze beschreiben.
 
== Schülervorstellungen, die hier relevant werden ==
 
Gibt es in der Literatur (z.B. Schecker, Horst; Wilhelm, Thomas; Hopf, Martin; Duit Reinders (Hrsg.) (2018): Schülervorstellungen und Physikunterricht. Berlin: Springer-Verlag GmbH) bereits erforschte Schülervorstellungen, die bei diesem Experiment relevant werden könnten? Beschreibe die Schülervorstellungen mit eigenen Worten und beschreibe warum sie hier relevant sind. GGf. kannst du auch einen Lösungsansatz beschreiben.
 
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[[Datei:00 Platzhalter.jpeg|Beschreibung|1499px|thumb|center]]
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  <div class="large-5 columns>
{| class="wikitable" style="margin: auto; width: 100%;"|
|+ Allgemein
|-
! style="width: 50%"|Klassenstufe
| Klasse
|-
! style="width: 50%"|Kategorie
| ?
|-
! style="width: 50%"|Einordnung in den Bildungsplan von BW
| Kapitel, Abschnitt
|-
|}
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</div>
 
= Versuchsanleitung =


== Benötigtes Material ==
Als Liste einfügen mit den Links zur Hardware, wenn sie sich schon im Wiki befindet. Beispiel:
* [[HW:Influenzmaschine|Influenzmaschine]]
== Versuchsaufbau ==
Genauere Beschreibung des Versuchsaufbaus. Hier können auch einzelne Schritte beschrieben werden. Gerne zu jedem Schritt Bilder einfügen.


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<div class="row">
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; Schritt 1 : BlaBla.
; Schritt 2: Aber bitte nicht jede einzelne angezogene Schraube beschreiben! Wenn bestimmte Größen ausgeschrieben werden wie z.B. 500&thinsp;g dann kann man zwischen der Maßzahl wie hier ein halbes Leerzeichen einfügen.
</div>
  <div class="large-4 columns">
[[Datei:00 Platzhalter_Kolibri.jpg|600px|thumb|right||Durch das geschickte Setzen von Umgebungen kann das Bild des Kolibris hier an dieser Stelle erscheinen und könnte jetzt zum Beispiel den ersten Schritt des Experiments beschreiben]]
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</div>
== Versuchsdurchführung ==
Beschreibe hier genauer was man zur Durchführung tun muss. Aus was muss dabei geachtet werden?
== Auswertung ==
Hier sollen Diagramme, Werte und eine Fehlerabschätzung zum Experiment hin. Gegebenenfalls können hier auch Gleichungen eingebunden werden. Mathematische Ausdrücke werden durch den <code><nowiki><math></nowiki></code>-Tag initiiert:
:<math>
\mathrm{i}\hbar\frac{\partial}{\partial t} |\,\psi (t) \rangle = \hat{H} |\,\psi (t) \rangle.
</math>
Beim Vergleich mit Literaturwerten oder ähnlichem sollte durch die Referenzumgebung <code><nowiki><ref></nowiki></code> auf geeignete Quellen verwiesen werden, diese erscheinen dann auch automatisch am Seitenende.<ref>[https://www.pi5.uni-stuttgart.de/de/forschung/physik-und-ihre-didaktik/ ''Website Abteilung Physik und ihre Didaktik''] Abgerufen am 31.08.2021</ref>
== Fehlerabschätzung ==
== Mögliche Probleme und ihre Lösungen ==
Treten beim Experiment häufiger Fehler auf? Bitte beschreibe sie hier.
== Sicherheitshinweise ==
Hier nötige Sicherheitshinweise notieren. Ggf. Betriebsanweisung verlinken.
* [[BA:Influenzmaschine|Influenzmaschine]]
= Fotos =
Am Ende des Dokuments kommt eine Galerie aller Bilder, die zu diesem Experiment unter dem Namensraum "Datei:" bereits vorhanden sind. Im Allgemeinen lohnt es sich häufig auch, bereits bestehende Texte und deren Syntax zu betrachten:<br>
<code>
<nowiki><div class="row">
   <div class="large-4 large-centered columns">
   <div class="large-4 large-centered columns">
<ul class="example-orbit" data-orbit>
<ul class="example-orbit" data-orbit>
   <li>
   <li>
     [[Datei:Bild.png|slide 1]]
     [[Datei:PL Lagrange Fadenpendel.png|slide 1]]
     <div class="orbit-caption">
     <div class="orbit-caption">
      Bildbeschreibung
    Versuchsaufbau Fadenpendel
     </div>
     </div>
   </li>
   </li>
</ul>
  </div>
</div></nowiki>
</code>
<br>
<div class="row">
  <div class="large-4 large-centered columns">
<ul class="example-orbit" data-orbit>
   <li>
   <li>
     [[Datei:00 Platzhalter.jpeg|slide 1]]
     [[Datei:PL Lagrange Fadenpendel.png|slide 2]]
     <div class="orbit-caption">
     <div class="orbit-caption">
    Platzhalter
      Stroboskopbild des Fadenpendels
     </div>
     </div>
   </li>
   </li>
  <li>
 
     [[Datei:00 Platzhalter_Kolibri.jpg|slide 2]]
<li>
     [[Datei: PL Lagrange Federpendel.png|slide 3]]
     <div class="orbit-caption">
     <div class="orbit-caption">
       Ein Kolibri
       Versuchsaufbau Federpendel
     </div>
     </div>
   </li>
   </li>
</ul>
</ul>
   </div>
   </div>
</div>
</div>


= Literatur =
 
<references />
 


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Aktuelle Version vom 16. Oktober 2025, 09:36 Uhr


Auf dieser Seite finden sich Informationen für die Betreuenden der Lerneinheit "Einführung in den Lagrange-Formalismus", die für SuS des Leistungskurses Physik ab Ende der 11. Klasse entwickelt wurde. Für diese Lerneinheit wurde ein Moodle-Kurs erstellt.

Allgemein
Klassenstufe Klasse 11/12 (Leistungskurs)
Kategorie Mechanik


Hintergrundinformationen zur Lerneinheit

Grundsätzliches

Der Lagrange-Formalismus bildet in der Regel keinen Bestandteil des Physikunterrichts und bleibt dem tertiären Bildungsbereich vorbehalten. An ihm kann aber exemplarisch ein Bild von der Rolle und Tiefe mathematischer Beschreibungen in der theoretischen Physik gezeichnet werden, welches im regulären Physikunterricht nur eingeschränkt zum Tragen kommt. Neben inhaltsbezogenen Kompetenzen im Bereich der Mechanik erwerben die SuS dabei prozessbezogene Kompetenzen aus den Bereichen Mathematisierung, Modellierung und Kommunikation. Zusammen mit der zielgerichteten Einbindung von Experimenten können die SuS insgesamt einen Einblick in die Denk- und Arbeitsweisen der Physik erhalten, der sie bei der Berufs- und Studienorientierung unterstützt.

Eine besondere Herausforderung für die SuS bei dieser Lerneinheit besteht in den fortgeschrittenen mathematischen Beschreibungen, die zum Einsatz kommen. Mathematische Konzepte müssen dabei nicht nur auf einer abstrakten Ebene verstanden werden, sondern auch auf einen physikalischen Kontext bezogen werden. Außerdem bringen die SuS bereits Vorwissen und Vorstellungen zur Mechanik mit. Hierbei besteht eine besondere Herausforderung darin, dass den SuS verständlich wird, warum mit dem Lagrange-Formalismus eine zu den Newtonschen Axiomen alternative Beschreibung eingeführt werden soll.

Inhaltlich wird in der Lerneinheit der Lagrange-Formalismus zweiter Art behandelt. Der Fokus wird dabei auf die Behandelbarkeit von Zwangsbedingungen sowie die Verwendbarkeit von verallgemeinerten Koordinaten gelegt. Zwangsbedingungen werden zur Behandlung verschiedener realtitätsnaher Problemstellungen aus der Mechanik benötigt. Die Verwendung von verallgemeinerten Koordinaten, die auf das vorliegende System angepasst sind, kann dessen mathematische Behandlung signifikant vereinfachen.

An dieser Stelle soll angemerkt werden, dass der Lagrange-Formalismus weitere interessante Aspekte bietet, die in dieser Lerneinheit nicht behandelt werden. Beispielsweise können im Lagrange-Formalismus Einblicke in den Zusammenhang zwischen Symmetrien und Erhaltungsgrößen erhalten werden, der sich beispielsweise am Auftreten zyklischer Variablen zeigt. Zudem bildet das Hamiltonsche Prinzip (Prinzip der stationären Wirkung) einen Anknüpfungspunkt zu anderen physikalischen Theorien.

Schülerperspektive

Das Vorwissen der SuS ist eine wesentliche Voraussetzung beim Erwerb von neuem Wissen im Rahmen der Lerneinheit. daher lohnt es sich für die Unterstützung der SuS, dieses Vorwissen genau zu kennen.

Im Bereich der Mechanik lernen die SuS im Laufe ihrer Schulzeit zunächst kinematische Größen wie die Geschwindigkeit kennen, die allerdings als Differenzenquotienten statt Ableitungen eingeführt werden. Außerdem lernen die SuS die Newtonschen Axiome kennen. Dies geschieht zunächst quantitativ, indem Kräfte als Ursache der Änderung von Bewegungszuständen thematisiert werden. Außerdem werden Idealisierungen bei der Beschreibung von Bewegungen behandelt. Im Leistungsfach werden mechanische Schwingungen betrachtet. Dafür werden Größen wie Amplitude und Periodendauer eingeführt. Schließlich werden die Schwingungen mit Differentialgleichungen modelliert, die mit Ansätzen gelöst werden.


Vorbereitung der Lerneinheit

Um die Schülerinnen und Schüler bei Fragen und Schwierigkeiten unterstützen zu können, sollten Betreuende den Moodle-Kurs im Rahmen der Vorbereitung auf die Lerneinheit einmal selbst bearbeitet haben. Außerdem sollten sie eine Vorlesung in der theoretischen Physik besucht haben, in der der Lagrange-Formalismus behandelt wird.

Material

Spiralfedern, die für das Federpendel verwendet werden können

Für jede Zweiergruppe müssen folgende Materialien bereitgestellt werden:

  • Schülerlabor-Laptop (die Software Fluxion muss installiert werden, falls nicht bereits vorhanden)
  • Taschenrechner
  • Lange Stativstange (mind. 150cm)
  • Tischklemme für die Stativstange
  • Muffe mit Haken
  • Lineal (1m)
  • Set mit Massestücken
  • Schere
  • Faden (Gütermann Obergarn C Ne 50)
  • Spiralfedern
  • Stoppuhr



Weiterhin ist es sinnvoll, pro Gruppe mindestens eine Tafel, ein Smartboard oder ein Whiteboard zu Verfügung zu haben, an denen die SuS oder Betreuenden ihre Gedankengänge gut sichtbar festhalten können. Vor Beginn der Lerneinheit sollten alle Laptops in Moodle eingeloggt werden und der Kurs geöffnet werden.


Hinweise zur Durchführung

Zu Beginn der Lerneinheit sollten die SuS begrüßt werden- Dabei sollten folgende Punkte angesprochen werden:

  • Beim Umgang mit den Massestücken ist Vorsicht geboten. Diese können durch Herunterfallen Schäden an Personen und Gegenständen verursachen. Daher sollten keine Massen von über 1g verwendet werden.
  • Die im Moodle-Kurs gestellten Aufgaben sind, zumindest stichpunktartig, schriftlich zu beantworten. Bevor ihr Fragen im Moodle-Kurs beantwortet, solltet ihr ordentlich darüber nachgedacht haben - geraten wird nur im Notfall!
  • Solltet ihr mit einer Antwort falsch liegen oder habt ihr raten müssen - überlegt euch, warum eure ursprüngliche Antwort falsch war und warum die korrekte Antwort richtig ist. Holt euch dabei gerne Hilfe von einer Betreuerin oder einem Betreuer!
  • Allgemein gilt: Solltet ihr irgendwo Schwierigkeiten haben, Rückfragen haben oder zum Beispiel einen Fehler entdecken: Meldet euch gerne bei den Betreuern! In diesem Kurs kommen fortgeschrittene mathematische Konzepte zum Einsatz. Diese lassen sich oft besonders dann gut verstehen, wenn man sie von jemand anderem erklärt bekommt. Auch deshalb gilt: Zögert nicht, euch an die Betreuenden zu wenden.



Fotos

  • slide 1
        Versuchsaufbau Fadenpendel
    
  • slide 2
         Stroboskopbild des Fadenpendels
    
  • slide 3
         Versuchsaufbau Federpendel
    



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