EXP:Suszeptibiltätsmessung von Gadolinium: Unterschied zwischen den Versionen

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In diesem Versuch soll ein Phasenübergang von Gadolinium (Gd) eine durch die Messung der magnetischen Suszeptibilität <math>  
 
In diesem Versuch soll ein Phasenübergang von Gadolinium eine durch die Messung der magnetischen Suszeptibilität <math>  
\chi  
\chi  
</math>  
</math>  
in Abhängigkeit von der Temperatur <T> untersucht werden. Der Phasenübergang findet bei der Curie-Temperatur von Gd <math>
in Abhängigkeit von der Temperatur <math> T</math> untersucht werden. Der Phasenübergang findet bei der Curie-Temperatur von Gadolinium <math>
T_\mathrm{C} \approx 19\,^\circ \mathrm{C}
T_\mathrm{C} \approx 19\,^\circ \mathrm{C}
</math>   
</math>   
statt. Es kann gezeigt werden, dass sich das Gd unterhalb dieser Temperatur ferromagnetisch und oberhalb dieser Temperatur paramagnetisch verhält.
statt. Es kann gezeigt werden, dass sich das Gadolinium unterhalb dieser Temperatur ferromagnetisch und oberhalb dieser Temperatur paramagnetisch verhält.


__INHALTSVERZEICHNIS__
__INHALTSVERZEICHNIS__
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== Nötige Vorkenntnisse ==
== Nötige Vorkenntnisse ==
Es sind keine spezifischen Vorkenntnisse zur Durchführung des Versuchs notwendig. Hilfreich sind Kenntnisse zu Arduino sowie zur Auswertung mit Python.


Beschreibe hier genauer welche Vorkenntnisse ein*e SuS benötigt um das Experiment verstehen zu können. Dabei müssen auch die nötigen Vorkenntnisse aus anderen Fächern beachtet werden.
== Schülervorstellungen, die hier relevant werden ==


== Mögliche Schülerschwierigkeiten ==
Gibt es in der Literatur bereits erforschte Schülervorstellungen, die bei diesem Experiment relevant werden könnten? Beschreibe die Schülervorstellungen mit eigenen Worten und beschreibe warum sie hier relevant sind. GGf. kannst du auch einen Lösungsansatz beschreiben.


Beschreibe hier welche Schwierigkeiten die SuS beim Beobachten des Demonstrationsexperiments bzw. beim eigenständigen Durchführen des Experiments haben könnten. GGf. kannst du hier auch Lösungsansätze beschreiben.
Quelle angeben, z.B. so: <ref>
H. Schecker, T. Wilhelm, M. Hopf, R. Duit (Hrsg.) (2018). ''Schülervorstellungen und Physikunterricht. Ein Lehrbuch für
Studium, Referendariat und Unterrichtspraxis.'' Berlin: Springer-Verlag GmbH. S. XY.
</ref>


== Schülervorstellungen, die hier relevant werden ==
Gibt es in der Literatur (z.B. Schecker, Horst; Wilhelm, Thomas; Hopf, Martin; Duit Reinders (Hrsg.) (2018): Schülervorstellungen und Physikunterricht. Berlin: Springer-Verlag GmbH) bereits erforschte Schülervorstellungen, die bei diesem Experiment relevant werden könnten? Beschreibe die Schülervorstellungen mit eigenen Worten und beschreibe warum sie hier relevant sind. GGf. kannst du auch einen Lösungsansatz beschreiben.


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[[Datei:00 Platzhalter.jpeg|Beschreibung|1499px|thumb|center|Die Auswahl des Bildes sollte symbolisch den gesamten Versuch beschreiben und ansprechend sein]]
[[Datei:EXP Suszeptibilität Gesamter Versuchsaufbau.JPG|Beschreibung|1499px|thumb|center|Abbildung 1: Versuchsanordnung zur Suszeptibilitätsmessung von Gadolinium]]
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! style="width: 50%"|Klassenstufe
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| Klasse  
| Klasse 7/8
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! style="width: 50%"|Kategorie
! style="width: 50%"|Kategorie
| ?
| Magnetostatik
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! style="width: 50%"|Einordnung in den Bildungsplan von BW
! style="width: 50%"|Einordnung in den Bildungsplan von BW
| Kapitel, Abschnitt
| Magnetismus und Elektromagnetismus, Punkt 3.2.4 (1)
|-
|}
{| class="wikitable" style="margin: auto; width: 100%"|
|+ Klassifikation
|-
! style="width: 50%"|Sachbegegnung
| Realexperiment
|-
! style="width: 50%"|Datenerfassung
| Quantitativ
|-
! style="width: 50%"|Organisationsform
| Lehrerversuch
|-
! style="width: 50%"|Unterrichtsphase
| Vertiefungsphase
|-
! style="width: 50%"|Geräteaufwand
| Aufbauversuch
|-
! style="width: 50%"|Ausführungsform
| Einzelversuch
|-
|-
|}
|}
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== Benötigtes Material ==
== Benötigtes Material ==


Als Liste einfügen mit den Links zur Hardware, wenn sie sich schon im Wiki befindet. Beispiel:
Für den Versuch wird folgendes Material benötigt:
* [[HW:Influenzmaschine|Influenzmaschine]]
 
* Gadolinium - Probe (Zylinder mit Höhe <math>h=2\,\mathrm{cm}</math> und Durchmesser <math>d=1\,\mathrm{cm}</math>, ausgemessen mit einem Messschieber)
* Neodym-Permanentmagent (Zylinder)
* Pasco Smart Magnetfeldsensor, 3-achsig
* Lineal (<math>30\,\mathrm{cm}</math>)
* Stativmaterial
** Stativstange (<math>150\,\mathrm{cm}</math>)
** Stativstange (<math>30\,\mathrm{cm}</math>)
** Stativstange (<math>5\,\mathrm{cm}</math>) mit M6-Gewinde
** Tischklemme
** 2 Doppelmuffen
** Faden
** Klebeband
** Notizzettel
** Schere
* Lötmaterial
** Lötkolben
** Lötzinn
** Schrumpfschläuche
* Arduino
** Arduino (Uno, Nano, ...; nicht relevant, welcher)
** passendes USB-Anschlusskabel für den Arduino
** PC mit  [https://www.arduino.cc/en/software Arduino IDE] und Python
*
** Temperatursensor (DS1820)
** <math>4,7~\mathrm{k\Omega}</math>-Widerstand
* Kraftmessung
** Wägezelle (1 kg mit zugehöriger Verstärker-PCB (HX711))
** Massestück
** [[HW:Digitalwaage AMIR bis 500g|Digitalwaage AMIR bis 500g]]
**Elektronikzeugs
*** Steckbrett
*** Jumper-Kabel
* Wasserbad für die Gadolinium-Probe
** Wasser
** Becherglas (<math>20\,\mathrm{ml}</math>)
** Kühlschrank
** Heizfolie
** Bananenkabel
** [[HW:Labornetzgerät PeakTech 6226|Labornetzgerät PeakTech 6226]]
** Kaltgerätekabel
** Styroporklotz
** Cutter
** Plastiktüte für die Gadolinium-Probe
** Kupferdraht
** Zange


== Versuchsaufbau ==
== Versuchsaufbau ==
; Schritt 1:


Genauere Beschreibung des Versuchsaufbaus. Hier können auch einzelne Schritte beschrieben werden. Gerne zu jedem Schritt Bilder einfügen.
<div class="row">
  <div class="large-7 columns">
 
Mit dem Pasco-Magnetfeldsensor wird die Magnetfeldkomponente des Neodymmagneten in Richtung der Symmetrieachse des Magneten <math>B</math> auf der Symmetrieachse des Magneten in Abhängigkeit vom Abstand des Sensors zum Magneten <math>d</math> ausgemessen.
 
; Schritt 2:
 
Die Temperatur der Gadolinium-Probe wird mit einem Wasserbad verändert. Hierzu wird ein Becherglas mit Heizfolie umwickelt und in einen Styroporklotz eingelassen, in dem zuvor mit einem Cuttermesser ein entsprechender Hohlraum eingebracht wurde. Die Heizfolie wird mit einem Netzgerät betrieben. Die Gadolinium-Probe wird mit einer Plastiktüte vor Wasser geschützt. Um die Probe aufrecht im Becherglas platzieren zu können, wird sie mit Kupferdraht umwickelt und damit stabilisiert.  
 
</div>
  <div class="large-5 columns">
[[Datei:EXP Suszeptibilität Wasserbad.JPG|300px|thumb|right||Abbildung 2: Wasserbad mit Gadolinium-Probe]]
</div>
</div>


<div class="row">
<div class="row">
   <div class="large-8 columns">
   <div class="large-7 columns>


; Schritt 1 : BlaBla.  
; Schritt 3:
; Schritt 2: Aber bitte nicht jede einzelne angezogene Schraube beschreiben! Wenn bestimmte Größen ausgeschrieben werden wie z.B. 500&thinsp;g dann kann man zwischen der Maßzahl wie hier ein halbes Leerzeichen einfügen.
 
Die Wägezelle wird mit einer Stativstange mit M6-Gewinde an einem Stativ montiert. Die an der Wägezelle entstehende Spannung wird mit einer Verstärkerschaltung verstärkt und am Arduino abgegriffen. Nach einer Kalibration kann aus dieser Spannung die Kraft auf die Wägezelle bestimmt werden. Die Kalibration erfolgt mit einem Massestück, dessen Masse mit einer Waage bestimmt wird und welches mit dem gleichen Faden wie der Magnet an der Wägezelle befestigt wird. Anschließend wird der Neodymmagnet mit einem Notizzettel und Klebeband an diesem Faden aufgehängt und das Stativ so justiert, dass der Magnet möglichst genau <math>2\,\mathrm{cm}</math> senkrecht über der Gadolinium-Probe hängt.


</div>
</div>
   <div class="large-4 columns">
   <div class="large-5 columns">
[[Datei:00 Platzhalter_Kolibri.jpg|600px|thumb|right||Durch das geschickte Setzen von Umgebungen kann das Bild des Kolibris hier an dieser Stelle erscheinen und könnte jetzt zum Beispiel den ersten Schritt des Experiments beschreiben]]
[[Datei:EXP Suszeptibiltät Aufhängung.JPG|250px|thumb|right||Abbildung 3: Aufhängung des Permanentmagneten]]
  </div>
  </div>
</div>
<div class="row">
  <div class="large-7 columns>
; Schritt 4:
Ebenso wird die am Temperatursensor vorherrschende Temperatur mit dem Arduino ausgelesen. Im Serial Monitor der Arduino-IDE werden die gemessene Masse und die Temperatur jeweils ca. sekündlich in einer Zeile ausgegeben.
Dabei bedient man sich folgender Schaltung aus den o.g. Komponenten:
</div>
</div>
  <div class="large-5 columns">
[[Datei:EXP Suszeptibiltät Aufhängung.JPG|250px|thumb|right||Abbildung 3: Aufhängung des Permanentmagneten]]
</div>
</div>
Der Programmcode unserer Durchführung ist dabei.


== Versuchsdurchführung ==  
== Versuchsdurchführung ==  
 
Um eine Messung durchzuführen, wird das Becherglas mit Wasser befüllt, welches zuvor im Kühlschrank gekühlt wurde. Anschließend wird mit dem Betrieb der Heizfolie begonnen und das Arduino-Programm gestartet. Nach Erreichen der gewünschten Endtemperatur wird die Masse des Magneten ermittelt, indem das Becherglas mit der Gadolinium-Probe unter dem Magneten entfernt wird und weiterhin Messwerte für die Kraft aufgenommen werden. Die Ausgabe im seriellen Monitor kann in eine Textdatei kopiert und anschließend mit Python ausgewertet werden.
Beschreibe hier genauer was man zur Durchführung tun muss. Aus was muss dabei geachtet werden?


== Auswertung ==
== Auswertung ==
Es bezeichne die <math>z</math>-Richtung die Richtung der Symmetrieachse des Magneten von Süden nach Norden. Idealerweise zeigt die magnetische Flussdichte <math>\vec{B}</math> entlang der Symmetrieachse des Magneten in <math>z</math>-Richtung. In guter Näherung zeigen die durch das externe Magnetfeld in der Probe orientierten magnetischen Momente ebenfalls in  <math>z</math>-Richtung. In diesem Fall lautet die <math>z</math>-Komponente der Kraft auf die magnetische Probe <ref>
H. Harrreis, W. Kuhn: ''Handbuch der experimentellen Physik: Sekundarbereich II ; Ausbildung - Unterricht - Fortbildung. 3. Festkörperphysik'', Aulis-Verlag Deubner, 2000, ISBN  9783761421710, S. 290-291.
</ref>


Hier sollen Diagramme, Werte und eine Fehlerabschätzung zum Experiment hin. Gegebenenfalls können hier auch Gleichungen eingebunden werden. Mathematische Ausdrücke werden durch den <code><nowiki><math></nowiki></code>-Tag initiiert:
:<math>
:<math>
\mathrm{i}\hbar\frac{\partial}{\partial t} |\,\psi (t) \rangle = \hat{H} |\,\psi (t) \rangle.
\begin{align}
\tilde{F}=MV\frac{\partial B}{\partial z},
\end{align}
</math>
wobei <math>B</math> die <math>z</math>-Komponente der Flussdichte <math>\vec{B}</math>, <math>M</math> die <math>z</math>-Komponente der Magnetisierung der Probe und <math>V</math> das Volumen der Probe ist. Entsprechend des dritten newtonschen Axioms ist die z-Komponente der Kraft auf den Magneten <math>F=-\tilde{F}</math>. Nun stellen wir uns die Probe zusammengesetzt aus unendlich vielen infinitesimal dünnen Scheibchen der Höhe <math>\mathrm{d}z</math> vor. Jedes dieser Scheibchen übt auf den Magneten die infinitesimale Kraft <math>\mathrm{d}F=-M\frac{\partial B}{\partial z}A\mathrm{d}z</math> aus. Unter Annahme eines linearen Zusammenhangs von externer Flussdichte <math>B</math> und der Magnetisierung <math>M</math> gilt in jedem Punkt <math>M=\chi \frac{B}{\mu_0}</math> mit der Suszeptibilität <math>\chi</math>. Damit lautet die insgesamt auf den Magneten wirkende Kraft
:<math>
\begin{align}
F&=\int \mathrm{d}F\\&=-\int_{z_0}^{z_0+h} \underbrace{M}_{=\chi \frac{B}{\mu_0}}\frac{\partial B}{\partial z}A\mathrm\, {d}z\\
&=\left[ -\chi \frac{A}{2\mu_0}B^2 \right]_{z_0}^{z_0+h}\\
&= \chi \frac{A}{2\mu_0}(B(z_0)^2-B(z_0+h)^2).
\end{align}
</math>
Somit lässt sich die Suszeptibilität über die Formel
:<math>
\begin{align}
\chi= \frac{2 \mu_0 F}{A(B(z_0)^2-B(z_0+h)^2)}
\end{align}
</math>
berechnen. Ist <math>F_\mathrm{mess}</math> die <math>z</math>-Komponente der an der Wägezelle gemessenen Kraft, welche die Resultierende aus der magnetischen Kraft und Gewichtskraft von Faden und Magneten ist, so gilt dabei
:<math>
\begin{align}
F=F_\mathrm{mess}-F_\mathrm{offset},
\end{align}
</math>
</math>
wobei <math>F_\mathrm{offset}</math> die <math>z</math>-Komponente der Gewichtskraft ist. Diese ist die nach Entfernen des Becherglases mit der Gadolinium-Probe unter dem Magneten mit der Wägezelle gemessenen Kraft.


Beim Vergleich mit Literaturwerten oder ähnlichem sollte durch die Referenzumgebung <code><nowiki><ref></nowiki></code> auf geeignete Quellen verwiesen werden, diese erscheinen dann auch automatisch am Seitenende.<ref>[https://www.pi5.uni-stuttgart.de/de/forschung/physik-und-ihre-didaktik/ ''Website Abteilung Physik und ihre Didaktik''] Abgerufen am 31.08.2021</ref>
In Abbildung 4 sind die aus den Kraftmesswerten errechneten Werte für die Suszeptibilität <math>\chi</math> gegen die Temperatur <math>T</math> aufgetragen.
 
<div class="row">
  <div class="large-0 columns>
[[Datei:EXP Suszeptibilität Diagramm.png|400px|thumb|zentriert|Abbildung 4: Magnetische Suszeptibilität <math> \chi </math> der Gadolinium-Probe in Abhängigkeit von der Temperatur <math> T </math>]]
  </div>
</div>


== Fehlerabschätzung ==
== Fehlerabschätzung ==
Die Gadoliniumprobe befindet sich bereits aufgrund ihres endlichen Durchmessers nur näherungsweise in der Symmetrieachse des Permanentmagneten und war zudem im realen Versuch etwas schräg gegenüber dieser ausgerichtet. Weiterhin fällt das Magnetfeld des Permanentmagneten im relevanten Abstandsbereich sehr stark ab, sodass die Flussdichte am oberen und unteren Ende der Gadoliniumprobe mit einem vergleichsweise großen Fehler behaftet ist. Zudem kann der Abstand zwischen Gadoliniumprobe und Permanentmagnet aufgrund der Aufhängung des Permanentmagneten nur grob gemessen werden.
Die Gleichung <math>M=\chi \frac{B}{\mu_0}</math> gilt näherungsweise für kleine externe Flussdichten <math>B</math>. Tatsächlich ist die Hysteresekurve nichtlinear und die Suszeptibilität <math>\chi=\mu_0 \frac{\partial M}{\partial B}</math> (Steigung der Hysteresekurve) hängt von <math>B</math> ab. Die gemessene Suszeptibilität in diesem Versuch ist ein Mittelwert, denn auf unterschiedliche Teile der Probe wirken aufgrund deren Ausdehnung unterschiedliche externe Flussdichten <math>B</math>.
Größen wie die Flussdichte oder die Kraft auf die Probe sind vektoriell, bei der Auswertung wird die Richtung dieser Größen als bekannt angenommen. Es wird angenommen, dass das Gadolinium magnetisch isotrop ist und daher die Magnetisierung <math>M</math> und die externe Flussdichte <math>B</math> die gleiche Richtung haben.


== Mögliche Probleme und ihre Lösungen ==
== Mögliche Probleme und ihre Lösungen ==
Zeile 100: Zeile 237:


== Sicherheitshinweise ==
== Sicherheitshinweise ==
Hier nötige Sicherheitshinweise notieren. Ggf. Betriebsanweisung verlinken.
Bei vorliegendem Experiment besteht Verletzungsgefahr durch
* [[BA:Influenzmaschine|Influenzmaschine]]
* umkippende Versuchsaufbauten und sich lösende Teile.
* mögliche Quetschungen im Umgang mit dem Permanentmagenten.
* einen Stromschlag oder einem Kurzschluss bei nicht ordnungsgemäßem Anschluss der Kabel oder Justieren des Versuchsaufbaus bei angeschaltetem Netzgerät (siehe [[BA:Elektrische Geräte, Anlagen und Leitungen|Betriebsanweisung für Elektrische Geräte, Anlagen und Leitungen]]).
* Verbrennungen beim Berühren der Heizfolie.


= Fotos =
= Fotos =
Am Ende des Dokuments kommt eine Galerie aller Bilder, die zu diesem Experiment unter dem Namensraum "Datei:" bereits vorhanden sind. Im Allgemeinen lohnt es sich häufig auch, bereits bestehende Texte und deren Syntax zu betrachten:<br>
 
<code>
 
<nowiki><div class="row">
<div class="row">
   <div class="large-4 large-centered columns">
   <div class="large-8 large-centered columns">
<ul class="example-orbit" data-orbit>
<ul class="example-orbit" data-orbit>
   <li>
   <li>
     [[Datei:Bild.png|slide 1]]
     [[Datei:EXP Suszeptibilität Gesamter Versuchsaufbau.JPG|slide 1]]
    <div class="orbit-caption">
    Gesamter Versuchsaufbau
    </div>
  </li>
  <li>
    [[Datei:EXP Suszeptibilität Wasserbad.JPG|slide 2]]
     <div class="orbit-caption">
     <div class="orbit-caption">
       Bildbeschreibung
       Wasserbad mit Gadolinium-Probe
     </div>
     </div>
   </li>
   </li>
</ul>
  </div>
</div></nowiki>
</code>


<br>
<li>
    [[Datei: EXP Suszeptibiltät Aufhängung.JPG|slide 3]]
    <div class="orbit-caption">
      Aufhängung des Permanentmagneten
    </div>
  </li>


<div class="row">
<li>
  <div class="large-4 large-centered columns">
    [[Datei: EXP Suszeptibilität Arduino gesamt.JPG|slide 4]]
<ul class="example-orbit" data-orbit>
    <div class="orbit-caption">
   <li>
      Arduino mit Wägezelle und Temperatursensor
     [[Datei:00 Platzhalter.jpeg|slide 1]]
    </div>
   </li>
 
<li>
     [[Datei: EXP Suszeptibilität Verstärkerschaltung Wägezelle.JPG|slide 5]]
     <div class="orbit-caption">
     <div class="orbit-caption">
    Platzhalter
      Detailansicht der Verstärkerschaltung für die Wägezelle
     </div>
     </div>
   </li>
   </li>
  <li>
 
     [[Datei:00 Platzhalter_Kolibri.jpg|slide 2]]
<li>
     [[Datei: EXP Suszeptibilität Diagramm.png|slide 6]]
     <div class="orbit-caption">
     <div class="orbit-caption">
       Ein Kolibri
       Magnetische Suszeptibilität <math> \chi </math> der Gadolinium-Probe in Abhängigkeit von der Temperatur <math> T </math>
     </div>
     </div>
   </li>
   </li>
</ul>
</ul>
   </div>
   </div>

Aktuelle Version vom 16. Oktober 2025, 09:36 Uhr



In diesem Versuch soll ein Phasenübergang von Gadolinium eine durch die Messung der magnetischen Suszeptibilität χ in Abhängigkeit von der Temperatur T untersucht werden. Der Phasenübergang findet bei der Curie-Temperatur von Gadolinium TC19C statt. Es kann gezeigt werden, dass sich das Gadolinium unterhalb dieser Temperatur ferromagnetisch und oberhalb dieser Temperatur paramagnetisch verhält.

Theoretische Zusammenfassung

Welche physikalische Theorie steckt hinter dem Versuch. Gerne so genau wie möglich und so ausführlich wie nötig.

Didaktischer Rahmen

Fachdidaktische Zielsetzung

Auf welche prozessbezogene Kompetenz soll hier Wert gelegt werden? Beschreibe hier genauer was die SuS mit diesem Experiment lernen sollen.

Nötige Vorkenntnisse

Es sind keine spezifischen Vorkenntnisse zur Durchführung des Versuchs notwendig. Hilfreich sind Kenntnisse zu Arduino sowie zur Auswertung mit Python.

Schülervorstellungen, die hier relevant werden

Gibt es in der Literatur bereits erforschte Schülervorstellungen, die bei diesem Experiment relevant werden könnten? Beschreibe die Schülervorstellungen mit eigenen Worten und beschreibe warum sie hier relevant sind. GGf. kannst du auch einen Lösungsansatz beschreiben.

Quelle angeben, z.B. so: [1]


Abbildung 1: Versuchsanordnung zur Suszeptibilitätsmessung von Gadolinium
Allgemein
Klassenstufe Klasse 7/8
Kategorie Magnetostatik
Einordnung in den Bildungsplan von BW Magnetismus und Elektromagnetismus, Punkt 3.2.4 (1)
Klassifikation
Sachbegegnung Realexperiment
Datenerfassung Quantitativ
Organisationsform Lehrerversuch
Unterrichtsphase Vertiefungsphase
Geräteaufwand Aufbauversuch
Ausführungsform Einzelversuch

Versuchsanleitung

Benötigtes Material

Für den Versuch wird folgendes Material benötigt:

  • Gadolinium - Probe (Zylinder mit Höhe h=2cm und Durchmesser d=1cm, ausgemessen mit einem Messschieber)
  • Neodym-Permanentmagent (Zylinder)
  • Pasco Smart Magnetfeldsensor, 3-achsig
  • Lineal (30cm)
  • Stativmaterial
    • Stativstange (150cm)
    • Stativstange (30cm)
    • Stativstange (5cm) mit M6-Gewinde
    • Tischklemme
    • 2 Doppelmuffen
    • Faden
    • Klebeband
    • Notizzettel
    • Schere
  • Lötmaterial
    • Lötkolben
    • Lötzinn
    • Schrumpfschläuche
  • Arduino
    • Arduino (Uno, Nano, ...; nicht relevant, welcher)
    • passendes USB-Anschlusskabel für den Arduino
    • PC mit Arduino IDE und Python
    • Temperatursensor (DS1820)
    • 4,7kΩ-Widerstand
  • Kraftmessung
    • Wägezelle (1 kg mit zugehöriger Verstärker-PCB (HX711))
    • Massestück
    • Digitalwaage AMIR bis 500g
    • Elektronikzeugs
      • Steckbrett
      • Jumper-Kabel
  • Wasserbad für die Gadolinium-Probe
    • Wasser
    • Becherglas (20ml)
    • Kühlschrank
    • Heizfolie
    • Bananenkabel
    • Labornetzgerät PeakTech 6226
    • Kaltgerätekabel
    • Styroporklotz
    • Cutter
    • Plastiktüte für die Gadolinium-Probe
    • Kupferdraht
    • Zange

Versuchsaufbau

Schritt 1

Mit dem Pasco-Magnetfeldsensor wird die Magnetfeldkomponente des Neodymmagneten in Richtung der Symmetrieachse des Magneten B auf der Symmetrieachse des Magneten in Abhängigkeit vom Abstand des Sensors zum Magneten d ausgemessen.

Schritt 2

Die Temperatur der Gadolinium-Probe wird mit einem Wasserbad verändert. Hierzu wird ein Becherglas mit Heizfolie umwickelt und in einen Styroporklotz eingelassen, in dem zuvor mit einem Cuttermesser ein entsprechender Hohlraum eingebracht wurde. Die Heizfolie wird mit einem Netzgerät betrieben. Die Gadolinium-Probe wird mit einer Plastiktüte vor Wasser geschützt. Um die Probe aufrecht im Becherglas platzieren zu können, wird sie mit Kupferdraht umwickelt und damit stabilisiert.

Abbildung 2: Wasserbad mit Gadolinium-Probe
Schritt 3

Die Wägezelle wird mit einer Stativstange mit M6-Gewinde an einem Stativ montiert. Die an der Wägezelle entstehende Spannung wird mit einer Verstärkerschaltung verstärkt und am Arduino abgegriffen. Nach einer Kalibration kann aus dieser Spannung die Kraft auf die Wägezelle bestimmt werden. Die Kalibration erfolgt mit einem Massestück, dessen Masse mit einer Waage bestimmt wird und welches mit dem gleichen Faden wie der Magnet an der Wägezelle befestigt wird. Anschließend wird der Neodymmagnet mit einem Notizzettel und Klebeband an diesem Faden aufgehängt und das Stativ so justiert, dass der Magnet möglichst genau 2cm senkrecht über der Gadolinium-Probe hängt.

Abbildung 3: Aufhängung des Permanentmagneten
Schritt 4

Ebenso wird die am Temperatursensor vorherrschende Temperatur mit dem Arduino ausgelesen. Im Serial Monitor der Arduino-IDE werden die gemessene Masse und die Temperatur jeweils ca. sekündlich in einer Zeile ausgegeben.

Dabei bedient man sich folgender Schaltung aus den o.g. Komponenten:

Abbildung 3: Aufhängung des Permanentmagneten

Der Programmcode unserer Durchführung ist dabei.

Versuchsdurchführung

Um eine Messung durchzuführen, wird das Becherglas mit Wasser befüllt, welches zuvor im Kühlschrank gekühlt wurde. Anschließend wird mit dem Betrieb der Heizfolie begonnen und das Arduino-Programm gestartet. Nach Erreichen der gewünschten Endtemperatur wird die Masse des Magneten ermittelt, indem das Becherglas mit der Gadolinium-Probe unter dem Magneten entfernt wird und weiterhin Messwerte für die Kraft aufgenommen werden. Die Ausgabe im seriellen Monitor kann in eine Textdatei kopiert und anschließend mit Python ausgewertet werden.

Auswertung

Es bezeichne die z-Richtung die Richtung der Symmetrieachse des Magneten von Süden nach Norden. Idealerweise zeigt die magnetische Flussdichte B entlang der Symmetrieachse des Magneten in z-Richtung. In guter Näherung zeigen die durch das externe Magnetfeld in der Probe orientierten magnetischen Momente ebenfalls in z-Richtung. In diesem Fall lautet die z-Komponente der Kraft auf die magnetische Probe [2]

F~=MVBz,

wobei B die z-Komponente der Flussdichte B, M die z-Komponente der Magnetisierung der Probe und V das Volumen der Probe ist. Entsprechend des dritten newtonschen Axioms ist die z-Komponente der Kraft auf den Magneten F=F~. Nun stellen wir uns die Probe zusammengesetzt aus unendlich vielen infinitesimal dünnen Scheibchen der Höhe dz vor. Jedes dieser Scheibchen übt auf den Magneten die infinitesimale Kraft dF=MBzAdz aus. Unter Annahme eines linearen Zusammenhangs von externer Flussdichte B und der Magnetisierung M gilt in jedem Punkt M=χBμ0 mit der Suszeptibilität χ. Damit lautet die insgesamt auf den Magneten wirkende Kraft

F=dF=z0z0+hM=χBμ0BzAdz=[χA2μ0B2]z0z0+h=χA2μ0(B(z0)2B(z0+h)2).

Somit lässt sich die Suszeptibilität über die Formel

χ=2μ0FA(B(z0)2B(z0+h)2)

berechnen. Ist Fmess die z-Komponente der an der Wägezelle gemessenen Kraft, welche die Resultierende aus der magnetischen Kraft und Gewichtskraft von Faden und Magneten ist, so gilt dabei

F=FmessFoffset,

wobei Foffset die z-Komponente der Gewichtskraft ist. Diese ist die nach Entfernen des Becherglases mit der Gadolinium-Probe unter dem Magneten mit der Wägezelle gemessenen Kraft.

In Abbildung 4 sind die aus den Kraftmesswerten errechneten Werte für die Suszeptibilität χ gegen die Temperatur T aufgetragen.

Abbildung 4: Magnetische Suszeptibilität χ der Gadolinium-Probe in Abhängigkeit von der Temperatur T

Fehlerabschätzung

Die Gadoliniumprobe befindet sich bereits aufgrund ihres endlichen Durchmessers nur näherungsweise in der Symmetrieachse des Permanentmagneten und war zudem im realen Versuch etwas schräg gegenüber dieser ausgerichtet. Weiterhin fällt das Magnetfeld des Permanentmagneten im relevanten Abstandsbereich sehr stark ab, sodass die Flussdichte am oberen und unteren Ende der Gadoliniumprobe mit einem vergleichsweise großen Fehler behaftet ist. Zudem kann der Abstand zwischen Gadoliniumprobe und Permanentmagnet aufgrund der Aufhängung des Permanentmagneten nur grob gemessen werden.

Die Gleichung M=χBμ0 gilt näherungsweise für kleine externe Flussdichten B. Tatsächlich ist die Hysteresekurve nichtlinear und die Suszeptibilität χ=μ0MB (Steigung der Hysteresekurve) hängt von B ab. Die gemessene Suszeptibilität in diesem Versuch ist ein Mittelwert, denn auf unterschiedliche Teile der Probe wirken aufgrund deren Ausdehnung unterschiedliche externe Flussdichten B.

Größen wie die Flussdichte oder die Kraft auf die Probe sind vektoriell, bei der Auswertung wird die Richtung dieser Größen als bekannt angenommen. Es wird angenommen, dass das Gadolinium magnetisch isotrop ist und daher die Magnetisierung M und die externe Flussdichte B die gleiche Richtung haben.


Mögliche Probleme und ihre Lösungen

Treten beim Experiment häufiger Fehler auf? Bitte beschreibe sie hier.

Sicherheitshinweise

Bei vorliegendem Experiment besteht Verletzungsgefahr durch

  • umkippende Versuchsaufbauten und sich lösende Teile.
  • mögliche Quetschungen im Umgang mit dem Permanentmagenten.
  • einen Stromschlag oder einem Kurzschluss bei nicht ordnungsgemäßem Anschluss der Kabel oder Justieren des Versuchsaufbaus bei angeschaltetem Netzgerät (siehe Betriebsanweisung für Elektrische Geräte, Anlagen und Leitungen).
  • Verbrennungen beim Berühren der Heizfolie.

Fotos

  • slide 1
        Gesamter Versuchsaufbau
    
  • slide 2
         Wasserbad mit Gadolinium-Probe
    
  • slide 3
         Aufhängung des Permanentmagneten 
    
  • slide 4
         Arduino mit Wägezelle und Temperatursensor
    
  • slide 5
         Detailansicht der Verstärkerschaltung für die Wägezelle
    
  • slide 6
         Magnetische Suszeptibilität χ der Gadolinium-Probe in Abhängigkeit von der Temperatur T
    

Literatur

  1. H. Schecker, T. Wilhelm, M. Hopf, R. Duit (Hrsg.) (2018). Schülervorstellungen und Physikunterricht. Ein Lehrbuch für Studium, Referendariat und Unterrichtspraxis. Berlin: Springer-Verlag GmbH. S. XY.
  2. H. Harrreis, W. Kuhn: Handbuch der experimentellen Physik: Sekundarbereich II ; Ausbildung - Unterricht - Fortbildung. 3. Festkörperphysik, Aulis-Verlag Deubner, 2000, ISBN 9783761421710, S. 290-291.
88x31.png Universität Stuttgart, 5. Physikalisches Institut, AG Physik und ihre Didaktik, lizenziert unter CC BY-NC-SA 4.0