EXP:Hallwachs-Effekt: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Hallwachs-Effekt gilt als eines der grundlegenden Experimente der Quantenphysik. Hier wird nämlich gezeigt, dass Licht mit einem gewisssen ultravioletten Anteil Elektronen aus einer Zinkplatte lösen kann. Des Weiteren wird hier gezeigt, dass nicht die Lichtintensität, sondern die Wellenlänge des die Zinkplatte bestrahlenden Lichts für den Austritt der Elektronen aus der Metallplatte maßgebend ist. Dies ist allgemeiner bekannt unter dem Begriff "Photoeffekt".
Der Hallwachs-Effekt gilt als eines der grundlegenden Experimente der Quantenphysik und wurde im Jahr 1888 erstmals von Wilhelm Hallwachs publiziert <ref>Wilhelm Hallwachs, ''Ueber die Electrisirung von Metallplatten durch Bestrahlung mit electrischem Licht''. In: Annalen der Physik, Bd. 34, 1888, S. 731-734.</ref>. Es handelt sich hierbei um ein qualitatives Experiment, in welchem demonstriert wird, dass bei der Bestrahlung einer metallischen Platte Elektronen aus dieser gelöst werden können. Dies ist allgemeiner bekannt unter dem Begriff "Photoeffekt".


__INHALTSVERZEICHNIS__
__INHALTSVERZEICHNIS__
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= Theoretische Zusammenfassung =
= Theoretische Zusammenfassung =


Um Elektronen aus einem Festkörper zu lösen, muss zunächst die sogenannte Ausrittsarbeit :<math> E_{\mathrm A} </math> der Elektronen im Festkörper überwunden werden. Dies lässt sich beispielsweise durch die Bestrahlung des Festkörpers mit Licht geeigneter Wellenlänge erreichen.  
Um Elektronen aus einem Metall oder Halbleiter zu lösen, muss zunächst die sogenannte Ausrittsarbeit <math> E_{\mathrm A} </math> der Elektronen im Festkörper überwunden werden. Dies lässt sich durch die Bestrahlung des Materials mit Licht geeigneter Wellenlänge erreichen.  
Das Material Zink besitzt eine Austrittsarbeit von :<math> E_{\mathrm A}=4,34 \mathrm eV</math>.
Das Material Zink besitzt beispielsweise eine Austrittsarbeit von <math> E_{\mathrm{A,Zn}}=4,34\;\mathrm{eV} </math>. Um die Elektronen aus der Zinkplatte zu lösen, muss die Platte also mit Licht der Wellenlänge
 
<math>
\lambda_{\mathrm{A,Zn}} \leq \frac{h \cdot c}{E_{\mathrm{A,Zn}}}=\frac{h \cdot c}{4,34\;\mathrm{eV}}=285,7\;\mathrm{nm}
</math>
 
bestrahlt werden. Licht dieser Wellenlängen befindet sich im UV-Bereich und '''nicht''' im Bereich des sichtbaren Lichts. Daher ist es für diesen Versuch essentiell, eine Lampe zu verwenden, welche Licht mit Wellenlängen aus dem unteren UV-Bereich abstrahlt.


= Didaktischer Rahmen =
= Didaktischer Rahmen =
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== Fachdidaktische Zielsetzung ==
== Fachdidaktische Zielsetzung ==


Auf welche prozessbezogene Kompetenz soll hier Wert gelegt werden? Beschreibe hier genauer was die SuS mit diesem Experiment lernen sollen.
Im Rahmen dieses Experiments sollte den SuS näher gebracht werden, dass sich Elektronen aus Festkörpern durch Bestrahlung mit Licht geeigneter Wellenlängen herauslösen lassen. Dabei sollte Wert darauf gelegt werden, den SuS zu vermitteln, dass die Fähigkeit des Herauslösens '''nicht''' wie eigentlich erwartet von der Intensität des bestrahlenden Lichts, sondern von der Wellenlänge abhängt.  


== Nötige Vorkenntnisse ==
== Nötige Vorkenntnisse ==  


Beschreibe hier genauer welche Vorkenntnisse ein*e SuS benötigt um das Experiment verstehen zu können. Dabei müssen auch die nötigen Vorkenntnisse aus anderen Fächern beachtet werden.
Da das Experiment am Anfang des Kapitels Quantenphysik durchgeführt wird, werden keine quantenphysikalischen Vorkenntnisse erwartet. Allerdings müssen Begriffe, wie Wellenlänge, Energie und elektrostatische Aufladung bekannt sein. Außerdem sollte den SuS die Funktionsweise eines Elektroskops klar sein.


== Mögliche Schülerschwierigkeiten ==
== Mögliche Schülerschwierigkeiten ==


Beschreibe hier welche Schwierigkeiten die SuS beim Beobachten des Demonstrationsexperiments bzw. beim eigenständigen Durchführen des Experiments haben könnten. GGf. kannst du hier auch Lösungsansätze beschreiben.
Wird das Experiment als Demonstrationsexperiment durchgeführt, sollte darauf geachtet werden, dass die Zeiger des Elektroskops auch von weiter hinten sichtbar sind. Im Notfall ließe sich das Elektroskop mithilfe einer Dokumentenkamera filmen und per Beamer an die Wand projizieren.


== Schülervorstellungen, die hier relevant werden ==
Gibt es in der Literatur (z.B. Schecker, Horst; Wilhelm, Thomas; Hopf, Martin; Duit Reinders (Hrsg.) (2018): Schülervorstellungen und Physikunterricht. Berlin: Springer-Verlag GmbH) bereits erforschte Schülervorstellungen, die bei diesem Experiment relevant werden könnten? Beschreibe die Schülervorstellungen mit eigenen Worten und beschreibe warum sie hier relevant sind. GGf. kannst du auch einen Lösungsansatz beschreiben.


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Als Liste einfügen mit den Links zur Hardware, wenn sie sich schon im Wiki befindet. Beispiel:
* [[HW:UV-Lampen|UV-Lampe mit Lampenfassung]]
* UV-Lampe mit Lampenfassung
* Kreuzmuffe
* [[HW:Kreuzmuffen|Kreuzmuffe]]
* Stativstange, 50 cm
* [[HW:Stativstangen|Stativstange]], 50 cm
* 2 Stativfüße
* 2 Stativfüße
* [[HW:Stativklemmen|Stativklemme]]
* Stativklemme
* Zinkplatte
* Zinkplatte
* Elektroskop
* Elektroskop
* [[HW:Bananenkabel 2mm|Bananenkabel]], 2 mm
* Bananenkabel, 2 mm
* Krokodilklemme, 4 mm
* Krokodilklemme, 4 mm
* Plastikstab
* Plastikstab
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[[Datei:EXP Quantenphysik Hallwachs-Effekt Versuchsmaterialien.jpg|600px|thumb|right||Übersicht aller für den Versuch notwendigen Materialien. Fotografin: Kim Kappl.]]
[[Datei:EXP Quantenphysik Hallwachs-Effekt Versuchsmaterialien.jpg|600px|thumb|right||Übersicht aller für den Versuch notwendigen Materialien. Fotografin: Kim Kappl.]]
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== Versuchsaufbau ==
== Versuchsaufbau ==
Genauere Beschreibung des Versuchsaufbaus. Hier können auch einzelne Schritte beschrieben werden. Gerne zu jedem Schritt Bilder einfügen.


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; Schritt 1 : Die Stativstange wird an einem der beiden Stativfüße befestigt und die Kreuzmuffe wird am oberen Ende der Stange befestigt. Die UV-Lampe wird in ihre Fassung geschraubt und mithilfe der Kreuzmuffe am Stativ befestigt. Für eine detailliertere Darstellung des Aufbaus der UV-Lampe vergleiche die nebenstehende Abbildung.   
; Schritt 1 : Die Stativstange wird an einem der beiden Stativfüße befestigt und die Kreuzmuffe wird am oberen Ende der Stange befestigt. Die UV-Lampe wird in ihre Fassung geschraubt und mithilfe der Kreuzmuffe am Stativ befestigt. Für eine detailliertere Darstellung des Aufbaus der UV-Lampe vergleiche die nebenstehende Abbildung rechts oben.   
; Schritt 2: Befestige die Stativklemme in dem zweiten Stativfuß und klemme die Zinkplatte in die Stativkleme ein, wie in der Abbildung rechts zu sehen. Gegebenenfalls muss die von der UV-Lampe bestrahlte Seite der Zinkplatte vor Versuchsbeginn mithilfe eines Schleifpapiers abgeschliffen werden, um die Oxidationsschicht zu entfernen. Positioniere die Zinkplatte so, dass sie von der UV-Lampe gut bestrahlt wird.
; Schritt 2: Nun wird Stativklemme in einen weiteren Stativfuß geschraubt und die Zinkplatte in die Stativklemme eingeklemmt, wie in der Abbildung rechts unten zu sehen. Gegebenenfalls muss die von der UV-Lampe bestrahlte Seite der Zinkplatte vor Versuchsbeginn mithilfe eines Schleifpapiers abgeschliffen werden, um die Oxidationsschicht zu entfernen. Man positioniere die Zinkplatte so, dass sie von der UV-Lampe gut bestrahlt wird.
; Schritt 3: Verbinde mithilfe der Krokodilklemme und dem Bananenkabel die Zinkplatte und das Elektroskop.
; Schritt 3: Zuletzt werden mithilfe der Krokodilklemme und dem Bananenkabel die Zinkplatte und das Elektroskop elektrisch miteinander verbunden.


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[[Datei:EXP Quantenphysik Hallwachs-Effekt Lampe-Halterung.jpg|600px|thumb|right||Detailliertere Fotografie der Halterung der UV-Lampe. Fotografin: Kim Kappl.]]
[[Datei:EXP Quantenphysik Hallwachs-Effekt Lampe-Halterung.jpg|600px|thumb|right||Detailliertere Fotografie der Halterung der UV-Lampe. Fotografin: Kim Kappl.]]
[[Datei:EXP Quantenphysik Hallwachs-Effekt Zinnplatte-Halterung.jpg|600px|thumb|right||Detailliertere Fotografie der Halterung der Zinkplatte. Fotografin: Kim Kappl.]]
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== Versuchsdurchführung ==  
== Versuchsdurchführung ==  
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Zu Beginn wird die UV-Lampe in Betrieb genommen und von der Zinkplatte weggedreht. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass den Schüler*innen nicht in die Augen geleuchtet wird, da die Lampe äußerst hell ist.
Zu Beginn wird die UV-Lampe in Betrieb genommen und von der Zinkplatte weggedreht. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass den Schüler*innen nicht in die Augen geleuchtet wird, da die Lampe äußerst hell ist.
Im ersten Teil des Versuchs wird die Zinkplatte mit negativen Ladungsträgern beladen. Die hierfür notwendigen negativen Ladungsträger lassen sich durch Reibung des Plastikstabes an Hasenfell erzeugen und das Abstreifen der Ladungsträger am Plastikstab auf die Zinkplatte lässt diese elektrisch negativ aufladen. Dies äußert sich dadurch, dass das Elektroskop ausschlägt. Danach wird die UV-Lampe in Richtung der Zinkplatte gedreht, sodass diese bestrahlt wird. Daraufhin sollte sich der Zeiger des Elektroskops nach unten bewegen.
 
Im Anschluss wird die UV-Lampe erneut von der Zinnplatte weggedreht und die Platte wird mit positiven Ladungsträgern beladen. Hierfür werden der Plexiglasstab und das Polyestertuch eingesetzt, da durch Reibung der Materialien aneinander eine Ladungstrennung entsteht, wodurch am Plexiglasstab ein Überschuss an positiven Ladungsträgern herrscht. Durch Abstreifen der positiven Ladungsträger des Plexiglasstabs an der Zinkplatte wird diese positiv aufgeladen und das Elektroskop schlägt erneut aus. Im Anschluss wird die UV-Lampe auf die Zinkplatte gerichtet und es lässt sich beobachten, dass sich hier die Zeiger nicht merklich bewegen.
Im ersten Teil des Versuchs wird die Zinkplatte mit negativen Ladungsträgern beladen. Diese lassen sich durch Reibung des Plastikstabes an Hasenfell erzeugen, wodurch eine Ladungstrennung entsteht. Am Plastikstab befinden sich dann negative Ladungsträger und am Hasenfell positive. Das Abstreifen der negativen Ladungsträger des Plastikstabs an der Zinkplatte lässt diese elektrisch negativ aufladen. Dies äußert dadurch, dass das Elektroskop ausschlägt. Danach wird die UV-Lampe in Richtung der Zinkplatte gedreht, sodass diese bestrahlt wird.  
 
Im Anschluss wird die UV-Lampe erneut von der Zinnplatte weggedreht und die Platte wird mit positiven Ladungsträgern beladen. Hierfür werden der Plexiglasstab und das Polyestertuch eingesetzt, da durch Reibung der Materialien aneinander eine Ladungstrennung entsteht, wodurch am Plexiglasstab ein Überschuss an positiven Ladungsträgern herrscht. Durch Abstreifen der positiven Ladungsträger des Plexiglasstabs an der Zinkplatte wird diese positiv aufgeladen und das Elektroskop schlägt erneut aus. Im Anschluss wird die UV-Lampe erneut auf die Zinkplatte gerichtet.
 
In der nebenstehenden Abbildung sind die zur elektrostatischen Aufladung notwendigen Materialien zu sehen.
 
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[[Datei:EXP Quantenphysik Hallwachs-Effekt Elektrostatische Aufladung.jpg|600px|thumb|right||Hinten: Elektroskop. Vorne links: Polyestertuch mit Plexiglasstab zum Aufladen des Elektroskops mit positiven Ladungsträgern. Vorne rechts: Hasenfell mit Plastikstab zum Aufladen des Elektroskops mit negativen Ladungsträgern. Fotografin: Kim Kappl.]]
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== Auswertung ==
== Auswertung ==


Hier sollen Diagramme, Werte und eine Fehlerabschätzung zum Experiment hin. Gegebenenfalls können hier auch Gleichungen eingebunden werden. Mathematische Ausdrücke werden durch den <code><nowiki><math></nowiki></code>-Tag initiiert:
Wird das Elektroskop und damit auch die Zinkplatte mit negativen Ladungsträgern aufgeladen und die Zinkplatte mit der UV-Lampe bestrahlt, so entlädt sich das Elektroskop. Werden Elektroskop und Zinkplatte hingegen mit positiven Ladungsträgern aufgeladen und mit der UV-Lampe bestrahlt, so entlädt sich das Elektroskop nicht.


:<math>
Grund dafür liegt darin, dass das energiereiche Licht der UV-Lampe die Elektronen, welche sich überschüssig auf der Zinkplatte befinden, löst und sich damit das Elektroskop entlädt. Die positiven Ladungsträger hingegen werden von dem Licht nicht beeinflust.
\mathrm{i}\hbar\frac{\partial}{\partial t} |\,\psi (t) \rangle = \hat{H} |\,\psi (t) \rangle.
</math>


Beim Vergleich mit Literaturwerten oder ähnlichem sollte durch die Referenzumgebung <code><nowiki><ref></nowiki></code> auf geeignete Quellen verwiesen werden, diese erscheinen dann auch automatisch am Seitenende.<ref>[https://www.pi5.uni-stuttgart.de/de/forschung/physik-und-ihre-didaktik/ ''Website Abteilung Physik und ihre Didaktik''] Abgerufen am 31.08.2021</ref>


== Fehlerabschätzung ==
== Fehlerabschätzung ==
Unabhändig davon, ob die Zinkplatte positiv oder negativ geladen ist und mit UV-Licht bestrahlt wird oder nicht, entlädt sich das Elektroskop selbstverständlich dennoch mit der Zeit, da die Ladungsträger mit den Ionen in der Luft reagieren. Daher sollte das Experiment wenn möglich im Winter bei trockener Heizungsluft durchgeführt werden, um diesen Effekt zu minimieren.


== Mögliche Probleme und ihre Lösungen ==
== Mögliche Probleme und ihre Lösungen ==
Treten beim Experiment häufiger Fehler auf? Bitte beschreibe sie hier.
 
* Bei der Wahl der Materialien zur elektrostatischen Aufladung der Zinkplatte sollte vor der Durchführung des Experiments überprüft werden, welche Materialien sich wie aufladen. Die Überprüfung der Art der Ladung (positiv oder negativ) kann mithilfe einer Glimmlampe durchgeführt werden. Die Funktionsweise einer Glimmlampe wird im Artikel [[HW:Glimmlampen|HW:Glimmlampen]] detailliert erklärt.
* Unter Umständen muss das Stativ der Zinkplatte auf einen Isolator gestellt werden, damit eine Erdung der Zinkplatte ausgeschlossen werden kann.


== Sicherheitshinweise ==
== Sicherheitshinweise ==
Hier nötige Sicherheitshinweise notieren. Ggf. Betriebsanweisung verlinken.
 
* [[BA:Influenzmaschine|Influenzmaschine]]
* Die UV-Lampe wird sehr heiß, wenn sie länger in Betrieb ist. Vorsicht vor Verbrennungsgefahr!
* [https://www.osram.de/appsj/pdc/pdf.do?cid=GPS01_1028569&vid=PP_EUROPE_DE_eCat&lid=DE&mpid=ZMP_60829 Datenblatt der UV-Lampe des Herstellers OSRAM]


= Fotos =
= Fotos =
Am Ende des Dokuments kommt eine Galerie aller Bilder, die zu diesem Experiment unter dem Namensraum "Datei:" bereits vorhanden sind. Im Allgemeinen lohnt es sich häufig auch, bereits bestehende Texte und deren Syntax zu betrachten:<br>
 
<code>
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<ul class="example-orbit" data-orbit>
<ul class="example-orbit" data-orbit>
   <li>
   <li>
     [[Datei:Bild.png|slide 1]]
     [[Datei:EXP Quantenphysik Hallwachs-Effekt mit-Ausschlag.jpg|slide 1]]
    <div class="orbit-caption">
    Versucshsaufbau zum Hallwachs-Effekt.
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  </li>
  <li>
    [[Datei:EXP Quantenphysik Hallwachs-Effekt Versuchsmaterialien.jpg|slide 2]]
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      Alle für den Versuch notwendigen Versuchsmaterialien.
    </div>
  </li>
  <li>
    [[Datei:EXP Quantenphysik Hallwachs-Effekt Lampe-Halterung.jpg|slide 3]]
     <div class="orbit-caption">
     <div class="orbit-caption">
      Bildbeschreibung
    Detailliertere Darstellung der Halterung der UV-Lampe.
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</ul>
  </div>
</div></nowiki>
</code>
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  <div class="large-4 large-centered columns">
<ul class="example-orbit" data-orbit>
   <li>
   <li>
     [[Datei:00 Platzhalter.jpeg|slide 1]]
     [[Datei:EXP Quantenphysik Hallwachs-Effekt Zinnplatte-Halterung.jpg|slide 4]]
     <div class="orbit-caption">
     <div class="orbit-caption">
     Platzhalter
     Detailliertere Darstellung der Halterung der Zinkplatte.
     </div>
     </div>
   </li>
   </li>
   <li>
   <li>
     [[Datei:00 Platzhalter_Kolibri.jpg|slide 2]]
     [[Datei:EXP Quantenphysik Hallwachs-Effekt Elektrostatische Aufladung.jpg|slide 5]]
     <div class="orbit-caption">
     <div class="orbit-caption">
      Ein Kolibri
    Für den Versuch notwendige Materialien zur elektrostatischen Aufladung.
     </div>
     </div>
   </li>
   </li>

Aktuelle Version vom 16. Oktober 2025, 09:35 Uhr


Der Hallwachs-Effekt gilt als eines der grundlegenden Experimente der Quantenphysik und wurde im Jahr 1888 erstmals von Wilhelm Hallwachs publiziert [1]. Es handelt sich hierbei um ein qualitatives Experiment, in welchem demonstriert wird, dass bei der Bestrahlung einer metallischen Platte Elektronen aus dieser gelöst werden können. Dies ist allgemeiner bekannt unter dem Begriff "Photoeffekt".

Theoretische Zusammenfassung

Um Elektronen aus einem Metall oder Halbleiter zu lösen, muss zunächst die sogenannte Ausrittsarbeit EA der Elektronen im Festkörper überwunden werden. Dies lässt sich durch die Bestrahlung des Materials mit Licht geeigneter Wellenlänge erreichen. Das Material Zink besitzt beispielsweise eine Austrittsarbeit von EA,Zn=4,34eV. Um die Elektronen aus der Zinkplatte zu lösen, muss die Platte also mit Licht der Wellenlänge

λA,ZnhcEA,Zn=hc4,34eV=285,7nm

bestrahlt werden. Licht dieser Wellenlängen befindet sich im UV-Bereich und nicht im Bereich des sichtbaren Lichts. Daher ist es für diesen Versuch essentiell, eine Lampe zu verwenden, welche Licht mit Wellenlängen aus dem unteren UV-Bereich abstrahlt.

Didaktischer Rahmen

Fachdidaktische Zielsetzung

Im Rahmen dieses Experiments sollte den SuS näher gebracht werden, dass sich Elektronen aus Festkörpern durch Bestrahlung mit Licht geeigneter Wellenlängen herauslösen lassen. Dabei sollte Wert darauf gelegt werden, den SuS zu vermitteln, dass die Fähigkeit des Herauslösens nicht wie eigentlich erwartet von der Intensität des bestrahlenden Lichts, sondern von der Wellenlänge abhängt.

Nötige Vorkenntnisse

Da das Experiment am Anfang des Kapitels Quantenphysik durchgeführt wird, werden keine quantenphysikalischen Vorkenntnisse erwartet. Allerdings müssen Begriffe, wie Wellenlänge, Energie und elektrostatische Aufladung bekannt sein. Außerdem sollte den SuS die Funktionsweise eines Elektroskops klar sein.

Mögliche Schülerschwierigkeiten

Wird das Experiment als Demonstrationsexperiment durchgeführt, sollte darauf geachtet werden, dass die Zeiger des Elektroskops auch von weiter hinten sichtbar sind. Im Notfall ließe sich das Elektroskop mithilfe einer Dokumentenkamera filmen und per Beamer an die Wand projizieren.


Versuchsaufbau zum Hallwachs-Effekt. Fotografin: Kim Kappl.
Allgemein
Klassenstufe Klasse 12
Kategorie Quantenphysik
Einordnung in den Bildungsplan von BW Quantenphysik und Materie 3.6.6 (1)
Klassifikation
Quantitativ/Qualitativ Qualitativ
Demo-/Schülerexperiment Beides möglich
Unterrichtsphase Erarbeitungsphase
Einzelversuch/Versuchsreihe Versuchsreihe (positive und negative Beladung der Zinkplatte)

Versuchsanleitung

Benötigtes Material

  • UV-Lampe mit Lampenfassung
  • Kreuzmuffe
  • Stativstange, 50 cm
  • 2 Stativfüße
  • Stativklemme
  • Zinkplatte
  • Elektroskop
  • Bananenkabel, 2 mm
  • Krokodilklemme, 4 mm
  • Plastikstab
  • Hasenfell
  • Plexiglasstab
  • Polyerstertuch
  • Glimmlampe


Übersicht aller für den Versuch notwendigen Materialien. Fotografin: Kim Kappl.

Versuchsaufbau

Schritt 1
Die Stativstange wird an einem der beiden Stativfüße befestigt und die Kreuzmuffe wird am oberen Ende der Stange befestigt. Die UV-Lampe wird in ihre Fassung geschraubt und mithilfe der Kreuzmuffe am Stativ befestigt. Für eine detailliertere Darstellung des Aufbaus der UV-Lampe vergleiche die nebenstehende Abbildung rechts oben.
Schritt 2
Nun wird Stativklemme in einen weiteren Stativfuß geschraubt und die Zinkplatte in die Stativklemme eingeklemmt, wie in der Abbildung rechts unten zu sehen. Gegebenenfalls muss die von der UV-Lampe bestrahlte Seite der Zinkplatte vor Versuchsbeginn mithilfe eines Schleifpapiers abgeschliffen werden, um die Oxidationsschicht zu entfernen. Man positioniere die Zinkplatte so, dass sie von der UV-Lampe gut bestrahlt wird.
Schritt 3
Zuletzt werden mithilfe der Krokodilklemme und dem Bananenkabel die Zinkplatte und das Elektroskop elektrisch miteinander verbunden.
Detailliertere Fotografie der Halterung der UV-Lampe. Fotografin: Kim Kappl.
Detailliertere Fotografie der Halterung der Zinkplatte. Fotografin: Kim Kappl.


Versuchsdurchführung

Zu Beginn wird die UV-Lampe in Betrieb genommen und von der Zinkplatte weggedreht. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass den Schüler*innen nicht in die Augen geleuchtet wird, da die Lampe äußerst hell ist.

Im ersten Teil des Versuchs wird die Zinkplatte mit negativen Ladungsträgern beladen. Diese lassen sich durch Reibung des Plastikstabes an Hasenfell erzeugen, wodurch eine Ladungstrennung entsteht. Am Plastikstab befinden sich dann negative Ladungsträger und am Hasenfell positive. Das Abstreifen der negativen Ladungsträger des Plastikstabs an der Zinkplatte lässt diese elektrisch negativ aufladen. Dies äußert dadurch, dass das Elektroskop ausschlägt. Danach wird die UV-Lampe in Richtung der Zinkplatte gedreht, sodass diese bestrahlt wird.

Im Anschluss wird die UV-Lampe erneut von der Zinnplatte weggedreht und die Platte wird mit positiven Ladungsträgern beladen. Hierfür werden der Plexiglasstab und das Polyestertuch eingesetzt, da durch Reibung der Materialien aneinander eine Ladungstrennung entsteht, wodurch am Plexiglasstab ein Überschuss an positiven Ladungsträgern herrscht. Durch Abstreifen der positiven Ladungsträger des Plexiglasstabs an der Zinkplatte wird diese positiv aufgeladen und das Elektroskop schlägt erneut aus. Im Anschluss wird die UV-Lampe erneut auf die Zinkplatte gerichtet.

In der nebenstehenden Abbildung sind die zur elektrostatischen Aufladung notwendigen Materialien zu sehen.

Hinten: Elektroskop. Vorne links: Polyestertuch mit Plexiglasstab zum Aufladen des Elektroskops mit positiven Ladungsträgern. Vorne rechts: Hasenfell mit Plastikstab zum Aufladen des Elektroskops mit negativen Ladungsträgern. Fotografin: Kim Kappl.


Auswertung

Wird das Elektroskop und damit auch die Zinkplatte mit negativen Ladungsträgern aufgeladen und die Zinkplatte mit der UV-Lampe bestrahlt, so entlädt sich das Elektroskop. Werden Elektroskop und Zinkplatte hingegen mit positiven Ladungsträgern aufgeladen und mit der UV-Lampe bestrahlt, so entlädt sich das Elektroskop nicht.

Grund dafür liegt darin, dass das energiereiche Licht der UV-Lampe die Elektronen, welche sich überschüssig auf der Zinkplatte befinden, löst und sich damit das Elektroskop entlädt. Die positiven Ladungsträger hingegen werden von dem Licht nicht beeinflust.


Fehlerabschätzung

Unabhändig davon, ob die Zinkplatte positiv oder negativ geladen ist und mit UV-Licht bestrahlt wird oder nicht, entlädt sich das Elektroskop selbstverständlich dennoch mit der Zeit, da die Ladungsträger mit den Ionen in der Luft reagieren. Daher sollte das Experiment wenn möglich im Winter bei trockener Heizungsluft durchgeführt werden, um diesen Effekt zu minimieren.

Mögliche Probleme und ihre Lösungen

  • Bei der Wahl der Materialien zur elektrostatischen Aufladung der Zinkplatte sollte vor der Durchführung des Experiments überprüft werden, welche Materialien sich wie aufladen. Die Überprüfung der Art der Ladung (positiv oder negativ) kann mithilfe einer Glimmlampe durchgeführt werden. Die Funktionsweise einer Glimmlampe wird im Artikel HW:Glimmlampen detailliert erklärt.
  • Unter Umständen muss das Stativ der Zinkplatte auf einen Isolator gestellt werden, damit eine Erdung der Zinkplatte ausgeschlossen werden kann.

Sicherheitshinweise

Fotos


  • slide 1
        Versucshsaufbau zum Hallwachs-Effekt.
    
  • slide 2
         Alle für den Versuch notwendigen Versuchsmaterialien.
    
  • slide 3
        Detailliertere Darstellung der Halterung der UV-Lampe.
    
  • slide 4
        Detailliertere Darstellung der Halterung der Zinkplatte.
    
  • slide 5
        Für den Versuch notwendige Materialien zur elektrostatischen Aufladung.
    

Literatur

  1. Wilhelm Hallwachs, Ueber die Electrisirung von Metallplatten durch Bestrahlung mit electrischem Licht. In: Annalen der Physik, Bd. 34, 1888, S. 731-734.
88x31.png Universität Stuttgart, 5. Physikalisches Institut, AG Physik und ihre Didaktik, lizenziert unter CC BY-NC-SA 4.0