EXP:Einseitiger und Zweiseitiger Hebel: Unterschied zwischen den Versionen

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<nowiki>[[Kategorie:Name der Kategorie]]</nowiki>
[[Kategorie:Mechanik]]


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Physikalisches Ziel des Experiments. Beschreibe hier genauer z.B. welches Phänomen hier gezeigt werden soll oder was genau hier gemessen werden soll.
Mithilfe dieses Experiments soll die Funktionsweise eines einseitigen und eines zweiseitigen Hebels demonstriert werden. Auf das existierende Drehmomentengleichgewicht (Hebelgesetz: <math>\vec{M} = \vec{r}_A \times \vec{F}</math>) kann eingegangen werden.


__INHALTSVERZEICHNIS__
__INHALTSVERZEICHNIS__
= Theoretische Zusammenfassung =
Ein zweiarmiger Hebel (Balkenwaage) befinden sich dann im Gleichgewicht, wenn die Summe über alle wirkenden Drehmomente Null ergibt:
:<math>
\sum \vec{M}_i = \sum \vec{r}_i \times \vec{F}_i = 0
</math>


= Didaktischer Rahmen =
= Didaktischer Rahmen =
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== Fachdidaktische Zielsetzung ==
== Fachdidaktische Zielsetzung ==


Auf welche prozessbezogene Kompetenz soll hier Wert gelegt werden? Beschreibe hier genauer was die SuS mit diesem Experiment lernen sollen.
Mithilfe dieses Experiments soll die Physik hinter einer Alltagsanwendung verstanden werden. Im gleichen Atemzug sollen den SuS mit diesem Experiment die Gesetzmäßigkeit hinter dem Drehmoment näher gebracht werden. Dazu sollen die Schülerinnen und Schüler (SuS) ihr Wissen zur Kräften anwenden und vertiefen. In der Auswertung des Experiments sollen die SuS dann aus den hergeleiteten proportionalen Zusammenhängen eine Gleichung entwickeln.


== Nötige Vorkenntnisse ==
== Nötige Vorkenntnisse ==


Beschreibe hier genauer welche Vorkenntnisse ein*e SuS benötigt um das Experiment verstehen zu können. Dabei müssen auch die nötigen Vorkenntnisse aus anderen Fächern beachtet werden.
Für dieses Experiment muss zentral die Kraft als Vektor bekannt sein. Sie müssen die Gewichtskraft mit ihrer Formel <math>F_G=m\cdot g</math>, das <q>Wechselwirkungsprinzip</q>, die <q>Kräfteaddition</q> und das Konzept der <q>resultierende Kraft</q> beherrschen. Hinzu kommen mathematische Vorkenntnisse bis zur Klasse 7. Das schließt die Darstellung in Tabellen und Diagrammen von linearen Zusammenhängen mit ein. Die SuS wissen bereits, dass eine Umlenkrolle genutzt wird um die Richtung der Kraft zu ändern.


== Mögliche Schülerschwierigkeiten ==
== Mögliche Schülerschwierigkeiten ==


Beschreibe hier welche Schwierigkeiten die SuS beim Beobachten des Demonstrationsexperiments bzw. beim eigenständigen Durchführen des Experiments haben könnten. GGf. kannst du hier auch Lösungsansätze beschreiben.
* Bei diesem Experiment ist es für die SuS nicht einfach zu erkennen wie weit genau die Massestücke bzw. Federkraftmesser vom Drehpunkt des Hebels aus angreifen. Das Verwenden einer deutlich zu erkennenden Skala bietet sich hier an.
* Auch die Massen der verwendeten Massestücke ist von weit weg nur schwer zu erkennen. Es bietet sich daher als an entweder die Massestücke zu beschriften, immer identische Massestücke zu verwenden oder auf Federkraftmesser mit deutlicher Skala umzusteigen.


== Schülervorstellungen, die hier relevant werden ==
== Schülervorstellungen, die hier relevant werden ==


Gibt es in der Literatur (z.B. Schecker, Horst; Wilhelm, Thomas; Hopf, Martin; Duit Reinders (Hrsg.) (2018): Schülervorstellungen und Physikunterricht. Berlin: Springer-Verlag GmbH) bereits erforschte Schülervorstellungen, die bei diesem Experiment relevant werden könnten? Beschreibe die Schülervorstellungen mit eigenen Worten und beschreibe warum sie hier relevant sind. GGf. kannst du auch einen Lösungsansatz beschreiben.  
Nach Jung <ref>Jung, W. (1981): Vorstellungen über Kraft undd Stoß bei Schülern vom 8. bis 11. Schuljahr. In: W. Jung, H. Wiesner, P. Engelhard (Hrsg.): Vorstellungen von Schülern über Begriffe der Newtonschen Mechanik, Bad Salzdetfurth: Franzbecker, S. 63-111</ref> vereinen die SuS die Begriffe Energie, Stärke, Wucht und Schwung unter dem Begriff der <q>Kraft</q>. Für das Verständis der Kraft nach Newton fehlt den SuS allerdings das Verständnis der Wechselwirkung. Das Verständnis der SuS überlappt dabei am ehesten mit der kinetischen Energie. Ob die SuS nun gerlernt haben die Begriffe <q>Energie</q>, <q>Impuls</q> und <q>Kraft</q> zu trennen ist dabei unabhängig von der Fähigkeit mit der Gleichung <math>F=m\cdot a</math> physikalische Größen zu berechnen.<ref>H. Schecker, T. Wilhelm, M. Hopf, R. Duit (Hrsg.) (2018). Schülervorstellungen und Physikunterricht. Ein Lehrbuch für Studium, Referendariat und Unterrichtspraxis. Berlin: Springer-Verlag GmbH. S. 70.</ref> In diesem Experiment wird konkret nur der Begriff der <q>Kraft</q> benötigt. Er muss also wiederholt von den anderen beiden Begriffen abgegrenzt werden.<br>
 
Als weitere relevante Schülervorstellung kommt hinzu, dass die SuS die Kraft gedanklich an eine Geschwindigkeit koppeln. Damit üben schnellere Gegenstände automatisch auch eine höhere Kraft aus.<ref>H. Schecker, T. Wilhelm, M. Hopf, R. Duit (Hrsg.) (2018). Schülervorstellungen und Physikunterricht. Ein Lehrbuch für Studium, Referendariat und Unterrichtspraxis. Berlin: Springer-Verlag GmbH. S. 72.</ref> In diesem Experiment befinden sich allerdings alle Körper in Ruhe und dennoch müssen wirkende Kräfte betrachtet werden. Bei den SuS kann das zu einem Unverständnis führen.<br>
 
Als letzte relevante Schülervorstellung spielt hier die Vorstellung mit rein, dass immer die stärkere Kraft gewinnt, sollten mehrere Kräfte wirken.<ref>H. Schecker, T. Wilhelm, M. Hopf, R. Duit (Hrsg.) (2018). Schülervorstellungen und Physikunterricht. Ein Lehrbuch für Studium, Referendariat und Unterrichtspraxis. Berlin: Springer-Verlag GmbH. S. 75.</ref> Da bei diesem Experiment mehrere Kräfte wirken und somit die resultierende Kraft betrachtet werden muss kann diese Schülervorstellung zu verwirrenden Aussagen führen.


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[[Datei:00 Platzhalter.jpeg|Beschreibung|1499px|thumb|center|Die Auswahl des Bildes sollte symbolisch den gesamten Versuch beschreiben und ansprechend sein]]
[[Datei:EXP_Mechanik_Zweiseitiger_Hebel_Meterstab.JPG|Demonstrationsexperiment zum Zweiseitigen Hebel. Forgraf: Simon Würstlin|1499px|thumb|center|Abb.1: Demonstrationsexperiment zum Zweiseitigen Hebel. Forgraf: Simon Würstlin]]
   </div>
   </div>
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   <div class="large-4 columns>
{| class="wikitable" style="margin: auto; width: 100%;"|
{| class="wikitable" style="margin: auto; width: 100%;"|
|+ Allgemein
|+ Allgemein
|-
|-
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! style="width: 50%"|Klassenstufe
| Klasse ?
| Klasse 7/8
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|-
! style="width: 50%"|Kategorie
! style="width: 50%"|Kategorie
| Akustik
| Mechanik, Kräfte
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|-
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! style="width: 50%"|Einordnung in den Bildungsplan von BW
| Kapitel, Abschnitt ?
| Mechanik: Dynamik, Punkt: 3.2.9 (7)
|-
|-
|}
|}
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|-
|-
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! style="width: 50%"|Quantitativ/Qualitativ
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| Quantitativ
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|-
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! style="width: 50%"|Demo-/Schülerexperiment
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| Beides möglich
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|-
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! style="width: 50%"|Unterrichtsphase
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|-
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! style="width: 50%"|Einzelversuch/Versuchsreihe
| ?
| Versuchsreihe
|-
|-
|}
|}
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== Benötigtes Material ==
== Benötigtes Material ==


Als Liste einfügen mit den Links zur Hardware, wenn sie sich schon im Wiki befindet. Beispiel:
* Stativstange (50&thinsp;cm)
* [[HW:Influenzmaschine|Influenzmaschine]]
* Meterstab mit farblich markierter Skala
 
* Verschiedene Massestücke
== Versuchsaufbau ==
* M3 Schraube als Drehachse
 
* [[HW:Federkraftmesser_für_Zug_und_Druck|Federkraftmesser]] mit 10&thinsp;N
Genauere Beschreibung des Versuchsaufbaus. Hier können auch einzelne Schritte beschrieben werden. Gerne zu jedem Schritt Bilder einfügen.
* Muffe mit Haken
* Doppelmuffe
* Stativfuß
* Lochschiene mit Löchern in regelmäßigem Abstand (5&thinsp;cm)


<div class="row">
<div class="row">
   <div class="large-8 columns">
   <div class="large-8 columns">


; Schritt 1 : BlaBla.  
== Versuchsaufbau ==
; Schritt 2: Aber bitte nicht jede einzelne angezogene Schraube beschreiben! Wenn bestimmte Größen ausgeschrieben werden wie z.B. 500&thinsp;g dann kann man zwischen der Maßzahl wie hier ein halbes Leerzeichen einfügen.
 
'''Der zweiseitige Hebel'''<br>
Für den zweiseitigen Hebel wird die Stativstange auf der Grundplatte befestigt. Dies bildet das Gerüst des Versuchs. An der Stativstange wird, wie in Abbildung 2 zu sehen, die Lochschiene mit Hilfe einer Schraube und der einfachen Muffe befestigt. Hierbei ist zu beachten, dass die Lochschiene möglichst ohne Reibung frei drehbar montiert wird. Das Lineal wir durch die Doppeltmuffe oberhalb der Schiene ebenfalls an der Stativstange angebracht (siehe Abbildung 3). Nun können die (beschrifteten!) Massestücke in die Löcher eingehängt werden. Alternativ bietet es sich auch an nur identische Massestücke zu verwenden und die Masse zu Beginn zu notieren. So lässt sich jeder Zeit berechnen, welche Massen gerade eingehängt werden.


</div>
'''Der einseitige Hebel'''<br>
  <div class="large-4 columns">
Für den einseitigen Hebel muss lediglich das Lineal hinter der Schiene positioniert werden (Abbildung 4) und die rechte Seite des Versuchs abgedeckt werden. So kann problemlos der Federkraftmesser an der Außenkante der Schiene eingehängt werden und die SuS sehen die Anzeige ohne Hindernis.
[[Datei:00 Platzhalter_Kolibri.jpg|600px|thumb|right||Durch das geschickte Setzen von Umgebungen kann das Bild des Kolibris hier an dieser Stelle erscheinen und könnte jetzt zum Beispiel den ersten Schritt des Experiments beschreiben]]
</div>
</div>


== Versuchsdurchführung ==  
== Versuchsdurchführung ==  


Beschreibe hier genauer was man zur Durchführung tun muss. Aus was muss dabei geachtet werden?
Nun müssen nacheinander, sowohl für den einseitigen als auch für den zweiseitigen Hebel, verschiedene Massetück-Strecke-Kombinationen ausprobiert und notiert werden.  


== Auswertung ==
== Auswertung ==


Hier sollen Diagramme, Werte und eine Fehlerabschätzung zum Experiment hin. Gegebenenfalls können hier auch Gleichungen eingebunden werden. Mathematische Ausdrücke werden durch den <code><nowiki><math></nowiki></code>-Tag initiiert:
Für das Experiment mit dem zweiseitigen Hebel werden auf der linken und rechten Seite der Drehachse verschiedene Massestückkombinationen eingehängt. Die jeweiligen Massen und Abstände zur Drehachse werden hier notiert. Die aufgrund der Erdanziehung wirkenden Kräfte werden dann mithilfe der Formel für die Gewichtskraft <math>F_G=m\cdot g</math> berechnet. Dabei wird <math>g=9,81\,\frac{N}{kg}</math> verwendet. Zusätzlich wird in dieser Tabelle bereits das Drehmoment <math>M</math> als Produkt aus der Kraft <math>F</math> und dem Abstand <math>\Delta s</math> berechnet. Diese können so direkt verglichen werden.
 
{| class="wikitable" style="margin: auto"|
|+ Messergebnisse beim Zweiseitigen Hebel
|-
! colspan="4"|Linke Seite
! colspan="4"|Rechte Seite
|-
! Abstand<br><math>\Delta s_L</math>(m)
! Masse<br><math>m_L</math>(kg)
! Kraft<br><math>F_L</math>(N)
! Drehmoment<br><math>M_L</math>(Nm)
! Abstand<br><math>\Delta s_R</math>(m)
! Masse<br><math>m_R</math>(kg)
! Kraft<br><math>F_R</math>(N)
! Drehmoment<br><math>M_R</math>(Nm)
|-
| 0,15
| 0,1
| 0,981
| 0,147
| 0,05
| 0,3
| 2,943
| 0,147
|-
| 0,10
| 0,2
| 1,962
| 0,196
| 0,2
| 0,1
| 0,981
| 0,196
|-
| 0,05
| 0,5
| 4,905
| 0,245
| 0,25
| 0,1
| 0,981
| 0,245
|-
|}
 
Bei einseitigen Hebel werden auf einer Seite der Drehachse Massestücke in die vorhandenen Löcher eingehängt. Zusätzlich wird dann ein Federkraftmesser eingehängt und damit nach oben gezogen bis sich der Hebel im Gleichgewicht befindet. Die wirkende Gewichtskraft der Massestücke muss wie oben berechnet werden. Die nach oben wirkende Kraft kann am Federkraftmesser direkt abgelesen und notiert werden.


:<math>
{| class="wikitable" style="margin: auto"|
\mathrm{i}\hbar\frac{\partial}{\partial t} |\,\psi (t) \rangle = \hat{H} |\,\psi (t) \rangle.
|+ Messergebnisse beim Einseitigen Hebel
</math>
|-
! colspan="4"|Unten (Massestücke)
! colspan="3"|Oben (Federkraftmesser)
|-
! Abstand<br><math>\Delta s_L</math>(m)
! Masse<br><math>m_L</math>(kg)
! Kraft<br><math>F_L</math>(N)
! Drehmoment<br><math>M_L</math>(Nm)
! Abstand<br><math>\Delta s_R</math>(m)
! Kraft<br><math>F_R</math>(N)
! Drehmoment<br><math>M_R</math>(Nm)
|-
| 0,2
| 0,2
| 1,962
| 0,392
| 0,25
| 1,6
| 0,4
|-
| 0,05
| 0,5
| 4,905
| 0,245
| 0,25
| 1
| 0,25
|-
| 0,15
| 0,1
| 0,981
| 0,147
| 0,25
| 0,6
| 0,15
|-
|}


Beim Vergleich mit Literaturwerten oder ähnlichem sollte durch die Referenzumgebung <code><nowiki><ref></nowiki></code> auf geeignete Quellen verwiesen werden, diese erscheinen dann auch automatisch am Seitenende.<ref>[https://www.pi5.uni-stuttgart.de/de/forschung/physik-und-ihre-didaktik/ ''Website Abteilung Physik und ihre Didaktik''] Abgerufen am 31.08.2021</ref>
</div>
<div class="large-2 columns>
  [[Datei:EXP_Mechanik_Zweiseitiger_Habel_Befestigung.JPG|Demonstrationsexperiment zum Zweiseitigen Hebel. Forgraf: Simon Würstlin|1499px|thumb|center|Abb.2: Detailfoto zur Befestigung der Lochschiene beim zweiseitigen Hebel. Forgraf: Simon Würstlin]]
</div>
<div class="large-2 columns>
  [[Datei:EXP_Mechanik_Zweiseitiger_Hebel_Meterstab_Befestigung.JPG|Demonstrationsexperiment zum Zweiseitigen Hebel. Forgraf: Simon Würstlin|1499px|thumb|center|Abb.3: Detailfoto zur Befestigung des Meterstabs beim zweiseitigen Hebel. Forgraf: Simon Würstlin]]
</div>
<div class="large-4 columns>
  [[Datei:EXP_Mechanik_Einseitiger_Hebel_Meterstab.JPG|Demonstrationsexperiment zum Zweiseitigen Hebel. Forgraf: Simon Würstlin|1499px|thumb|center|Abb.4: Aufbau zum Einseitigen Hebel mit einem Federkraftmesser. Forgraf: Simon Würstlin]]
</div>
</div>


== Fehlerabschätzung ==
== Fehlerabschätzung ==
* Statistischer Fehler durch die reibungebehaftete Lagerung der Drehachse
* Die von uns verwendeten Massestücke weisen eine statistische Abweichung von 0,4% von der angegebenen Masse auf.
* Fehlerbehaftetes Ablesen des Federkraftmessers sorgt für einen statistischen Fehler von <math>\Delta s_F=0,05</math> N


== Mögliche Probleme und ihre Lösungen ==
== Mögliche Probleme und ihre Lösungen ==
Treten beim Experiment häufiger Fehler auf? Bitte beschreibe sie hier.
 
* Eine kleine Veränderung der Lochpositionen kann dazu führen, dass die Gleichgewichtslage trotz rechnerischem Gleichgewicht nicht eingehalten wird.


== Sicherheitshinweise ==
== Sicherheitshinweise ==
Hier nötige Sicherheitshinweise notieren. Ggf. Betriebsanweisung verlinken.
 
* [[BA:Influenzmaschine|Influenzmaschine]]
* Verletzungsgefahr durch umkippende Versuchsaufbauten und sich lösende Teile. Der Aufbau wird deshalb am Tisch befestigt um dieses Problem zu reduzieren.


= Fotos =
= Fotos =
Am Ende des Dokuments kommt eine Galerie aller Bilder, die zu diesem Experiment unter dem Namensraum "Datei:" bereits vorhanden sind. Im Allgemeinen lohnt es sich häufig auch, bereits bestehende Texte und deren Syntax zu betrachten:<br>
 
<code>
<div class="row">
<nowiki><div class="row">
   <div class="large-4 large-centered columns">
   <div class="large-4 large-centered columns">
<ul class="example-orbit" data-orbit>
<ul class="example-orbit" data-orbit>
   <li>
   <li>
     [[Datei:Bild.png|slide 1]]
     [[Datei:EXP_Mechanik_Zweiseitiger_Hebel_Meterstab.JPG|slide 1]]
    <div class="orbit-caption">
    Zweiseitiger Hebel mit einem Meterstab und beschrifteten Massestücken. Fotograf: Simon Würstlin
    </div>
  </li>
  <li>
    [[Datei:EXP_Mechanik_Zweiseitiger_Hebel.jpg|slide 2]]
    <div class="orbit-caption">
      Zweiseitiger Hebel in einfachster Form. Forografin: Katharina Stütz
    </div>
  </li>
  <li>
    [[Datei:EXP_Mechanik_Zweiseitiger_Habel_Befestigung.JPG|slide 3]]
    <div class="orbit-caption">
      Detailfoto zur Befestigung der Lochstange beim Zweiseitigen Hebel. Fotograf: Simon Würstlin
    </div>
  </li>
  <li>
    [[Datei:EXP_Mechanik_Zweiseitiger_Hebel_Meterstab_Befestigung.JPG|slide 4]]
    <div class="orbit-caption">
      Detailfoto zur Befestigung des Meterstabs beim Zweiseitigen Hebel. Fotograf: Simon Würstlin
    </div>
  </li>
  <li>
    [[Datei:EXP_Mechanik_Einseitiger_Hebel_Meterstab.JPG|slide 5]]
     <div class="orbit-caption">
     <div class="orbit-caption">
       Bildbeschreibung
       Einseitiger Hebel mit einem Meterstab und beschrifteten Massestücken. Fotograf: Simon Würstlin Fotograf: Simon Würstlin
     </div>
     </div>
   </li>
   </li>
</ul>
  </div>
</div></nowiki>
</code>
<br>
<div class="row">
  <div class="large-4 large-centered columns">
<ul class="example-orbit" data-orbit>
   <li>
   <li>
     [[Datei:00 Platzhalter.jpeg|slide 1]]
     [[Datei:EXP_Mechanik_Einseitiger_Hebel_Umlenkrolle.JPG|slide 6]]
     <div class="orbit-caption">
     <div class="orbit-caption">
    Platzhalter
      Einseitiger Hebel mithilfe einer Umlenkrolle. Fotografin: Katharina Stütz
     </div>
     </div>
   </li>
   </li>
   <li>
   <li>
     [[Datei:00 Platzhalter_Kolibri.jpg|slide 2]]
     [[Datei:EXP_Mechanik_Einseitiger_Hebel_Federkraftmesser.JPG|slide 7]]
     <div class="orbit-caption">
     <div class="orbit-caption">
       Ein Kolibri
       Einseitiger Hebel mithilfe eines Federkraftmessers. Fotografin: Katharina Stütz
     </div>
     </div>
   </li>
   </li>

Aktuelle Version vom 16. Oktober 2025, 09:34 Uhr


Mithilfe dieses Experiments soll die Funktionsweise eines einseitigen und eines zweiseitigen Hebels demonstriert werden. Auf das existierende Drehmomentengleichgewicht (Hebelgesetz: M=rA×F) kann eingegangen werden.

Theoretische Zusammenfassung

Ein zweiarmiger Hebel (Balkenwaage) befinden sich dann im Gleichgewicht, wenn die Summe über alle wirkenden Drehmomente Null ergibt:

Mi=ri×Fi=0

Didaktischer Rahmen

Fachdidaktische Zielsetzung

Mithilfe dieses Experiments soll die Physik hinter einer Alltagsanwendung verstanden werden. Im gleichen Atemzug sollen den SuS mit diesem Experiment die Gesetzmäßigkeit hinter dem Drehmoment näher gebracht werden. Dazu sollen die Schülerinnen und Schüler (SuS) ihr Wissen zur Kräften anwenden und vertiefen. In der Auswertung des Experiments sollen die SuS dann aus den hergeleiteten proportionalen Zusammenhängen eine Gleichung entwickeln.

Nötige Vorkenntnisse

Für dieses Experiment muss zentral die Kraft als Vektor bekannt sein. Sie müssen die Gewichtskraft mit ihrer Formel FG=mg, das Wechselwirkungsprinzip, die Kräfteaddition und das Konzept der resultierende Kraft beherrschen. Hinzu kommen mathematische Vorkenntnisse bis zur Klasse 7. Das schließt die Darstellung in Tabellen und Diagrammen von linearen Zusammenhängen mit ein. Die SuS wissen bereits, dass eine Umlenkrolle genutzt wird um die Richtung der Kraft zu ändern.

Mögliche Schülerschwierigkeiten

  • Bei diesem Experiment ist es für die SuS nicht einfach zu erkennen wie weit genau die Massestücke bzw. Federkraftmesser vom Drehpunkt des Hebels aus angreifen. Das Verwenden einer deutlich zu erkennenden Skala bietet sich hier an.
  • Auch die Massen der verwendeten Massestücke ist von weit weg nur schwer zu erkennen. Es bietet sich daher als an entweder die Massestücke zu beschriften, immer identische Massestücke zu verwenden oder auf Federkraftmesser mit deutlicher Skala umzusteigen.

Schülervorstellungen, die hier relevant werden

Nach Jung [1] vereinen die SuS die Begriffe Energie, Stärke, Wucht und Schwung unter dem Begriff der Kraft. Für das Verständis der Kraft nach Newton fehlt den SuS allerdings das Verständnis der Wechselwirkung. Das Verständnis der SuS überlappt dabei am ehesten mit der kinetischen Energie. Ob die SuS nun gerlernt haben die Begriffe Energie, Impuls und Kraft zu trennen ist dabei unabhängig von der Fähigkeit mit der Gleichung F=ma physikalische Größen zu berechnen.[2] In diesem Experiment wird konkret nur der Begriff der Kraft benötigt. Er muss also wiederholt von den anderen beiden Begriffen abgegrenzt werden.

Als weitere relevante Schülervorstellung kommt hinzu, dass die SuS die Kraft gedanklich an eine Geschwindigkeit koppeln. Damit üben schnellere Gegenstände automatisch auch eine höhere Kraft aus.[3] In diesem Experiment befinden sich allerdings alle Körper in Ruhe und dennoch müssen wirkende Kräfte betrachtet werden. Bei den SuS kann das zu einem Unverständnis führen.

Als letzte relevante Schülervorstellung spielt hier die Vorstellung mit rein, dass immer die stärkere Kraft gewinnt, sollten mehrere Kräfte wirken.[4] Da bei diesem Experiment mehrere Kräfte wirken und somit die resultierende Kraft betrachtet werden muss kann diese Schülervorstellung zu verwirrenden Aussagen führen.

Abb.1: Demonstrationsexperiment zum Zweiseitigen Hebel. Forgraf: Simon Würstlin
Allgemein
Klassenstufe Klasse 7/8
Kategorie Mechanik, Kräfte
Einordnung in den Bildungsplan von BW Mechanik: Dynamik, Punkt: 3.2.9 (7)
Klassifikation
Quantitativ/Qualitativ Quantitativ
Demo-/Schülerexperiment Beides möglich
Unterrichtsphase Vertiefungsphase
Einzelversuch/Versuchsreihe Versuchsreihe

Versuchsanleitung

Benötigtes Material

  • Stativstange (50 cm)
  • Meterstab mit farblich markierter Skala
  • Verschiedene Massestücke
  • M3 Schraube als Drehachse
  • Federkraftmesser mit 10 N
  • Muffe mit Haken
  • Doppelmuffe
  • Stativfuß
  • Lochschiene mit Löchern in regelmäßigem Abstand (5 cm)

Versuchsaufbau

Der zweiseitige Hebel
Für den zweiseitigen Hebel wird die Stativstange auf der Grundplatte befestigt. Dies bildet das Gerüst des Versuchs. An der Stativstange wird, wie in Abbildung 2 zu sehen, die Lochschiene mit Hilfe einer Schraube und der einfachen Muffe befestigt. Hierbei ist zu beachten, dass die Lochschiene möglichst ohne Reibung frei drehbar montiert wird. Das Lineal wir durch die Doppeltmuffe oberhalb der Schiene ebenfalls an der Stativstange angebracht (siehe Abbildung 3). Nun können die (beschrifteten!) Massestücke in die Löcher eingehängt werden. Alternativ bietet es sich auch an nur identische Massestücke zu verwenden und die Masse zu Beginn zu notieren. So lässt sich jeder Zeit berechnen, welche Massen gerade eingehängt werden.

Der einseitige Hebel
Für den einseitigen Hebel muss lediglich das Lineal hinter der Schiene positioniert werden (Abbildung 4) und die rechte Seite des Versuchs abgedeckt werden. So kann problemlos der Federkraftmesser an der Außenkante der Schiene eingehängt werden und die SuS sehen die Anzeige ohne Hindernis.

Versuchsdurchführung

Nun müssen nacheinander, sowohl für den einseitigen als auch für den zweiseitigen Hebel, verschiedene Massetück-Strecke-Kombinationen ausprobiert und notiert werden.

Auswertung

Für das Experiment mit dem zweiseitigen Hebel werden auf der linken und rechten Seite der Drehachse verschiedene Massestückkombinationen eingehängt. Die jeweiligen Massen und Abstände zur Drehachse werden hier notiert. Die aufgrund der Erdanziehung wirkenden Kräfte werden dann mithilfe der Formel für die Gewichtskraft FG=mg berechnet. Dabei wird g=9,81Nkg verwendet. Zusätzlich wird in dieser Tabelle bereits das Drehmoment M als Produkt aus der Kraft F und dem Abstand Δs berechnet. Diese können so direkt verglichen werden.

Messergebnisse beim Zweiseitigen Hebel
Linke Seite Rechte Seite
Abstand
ΔsL(m)
Masse
mL(kg)
Kraft
FL(N)
Drehmoment
ML(Nm)
Abstand
ΔsR(m)
Masse
mR(kg)
Kraft
FR(N)
Drehmoment
MR(Nm)
0,15 0,1 0,981 0,147 0,05 0,3 2,943 0,147
0,10 0,2 1,962 0,196 0,2 0,1 0,981 0,196
0,05 0,5 4,905 0,245 0,25 0,1 0,981 0,245

Bei einseitigen Hebel werden auf einer Seite der Drehachse Massestücke in die vorhandenen Löcher eingehängt. Zusätzlich wird dann ein Federkraftmesser eingehängt und damit nach oben gezogen bis sich der Hebel im Gleichgewicht befindet. Die wirkende Gewichtskraft der Massestücke muss wie oben berechnet werden. Die nach oben wirkende Kraft kann am Federkraftmesser direkt abgelesen und notiert werden.

Messergebnisse beim Einseitigen Hebel
Unten (Massestücke) Oben (Federkraftmesser)
Abstand
ΔsL(m)
Masse
mL(kg)
Kraft
FL(N)
Drehmoment
ML(Nm)
Abstand
ΔsR(m)
Kraft
FR(N)
Drehmoment
MR(Nm)
0,2 0,2 1,962 0,392 0,25 1,6 0,4
0,05 0,5 4,905 0,245 0,25 1 0,25
0,15 0,1 0,981 0,147 0,25 0,6 0,15
Abb.2: Detailfoto zur Befestigung der Lochschiene beim zweiseitigen Hebel. Forgraf: Simon Würstlin
Abb.3: Detailfoto zur Befestigung des Meterstabs beim zweiseitigen Hebel. Forgraf: Simon Würstlin
Abb.4: Aufbau zum Einseitigen Hebel mit einem Federkraftmesser. Forgraf: Simon Würstlin

Fehlerabschätzung

  • Statistischer Fehler durch die reibungebehaftete Lagerung der Drehachse
  • Die von uns verwendeten Massestücke weisen eine statistische Abweichung von 0,4% von der angegebenen Masse auf.
  • Fehlerbehaftetes Ablesen des Federkraftmessers sorgt für einen statistischen Fehler von ΔsF=0,05 N

Mögliche Probleme und ihre Lösungen

  • Eine kleine Veränderung der Lochpositionen kann dazu führen, dass die Gleichgewichtslage trotz rechnerischem Gleichgewicht nicht eingehalten wird.

Sicherheitshinweise

  • Verletzungsgefahr durch umkippende Versuchsaufbauten und sich lösende Teile. Der Aufbau wird deshalb am Tisch befestigt um dieses Problem zu reduzieren.

Fotos

  • slide 1
        Zweiseitiger Hebel mit einem Meterstab und beschrifteten Massestücken. Fotograf: Simon Würstlin
    
  • slide 2
         Zweiseitiger Hebel in einfachster Form. Forografin: Katharina Stütz
    
  • slide 3
         Detailfoto zur Befestigung der Lochstange beim Zweiseitigen Hebel. Fotograf: Simon Würstlin
    
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         Detailfoto zur Befestigung des Meterstabs beim Zweiseitigen Hebel. Fotograf: Simon Würstlin
    
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         Einseitiger Hebel mit einem Meterstab und beschrifteten Massestücken. Fotograf: Simon Würstlin Fotograf: Simon Würstlin
    
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         Einseitiger Hebel mithilfe einer Umlenkrolle. Fotografin: Katharina Stütz
    
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         Einseitiger Hebel mithilfe eines Federkraftmessers. Fotografin: Katharina Stütz
    

Literatur

  1. Jung, W. (1981): Vorstellungen über Kraft undd Stoß bei Schülern vom 8. bis 11. Schuljahr. In: W. Jung, H. Wiesner, P. Engelhard (Hrsg.): Vorstellungen von Schülern über Begriffe der Newtonschen Mechanik, Bad Salzdetfurth: Franzbecker, S. 63-111
  2. H. Schecker, T. Wilhelm, M. Hopf, R. Duit (Hrsg.) (2018). Schülervorstellungen und Physikunterricht. Ein Lehrbuch für Studium, Referendariat und Unterrichtspraxis. Berlin: Springer-Verlag GmbH. S. 70.
  3. H. Schecker, T. Wilhelm, M. Hopf, R. Duit (Hrsg.) (2018). Schülervorstellungen und Physikunterricht. Ein Lehrbuch für Studium, Referendariat und Unterrichtspraxis. Berlin: Springer-Verlag GmbH. S. 72.
  4. H. Schecker, T. Wilhelm, M. Hopf, R. Duit (Hrsg.) (2018). Schülervorstellungen und Physikunterricht. Ein Lehrbuch für Studium, Referendariat und Unterrichtspraxis. Berlin: Springer-Verlag GmbH. S. 75.
88x31.png Universität Stuttgart, 5. Physikalisches Institut, AG Physik und ihre Didaktik, lizenziert unter CC BY-NC-SA 4.0